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OSC Vellmar zieht bei der diesjährigen Mitgliederversammlung Bilanz

Neue Herausforderung durch knappe Energie

Mussten in den letzten beiden Jahren die Mitgliederversammlungen des Obervellmarer Sport-Clubs (OSC Vellmar) gänzlich ausfallen oder standen zumindest unter einem besonderen Vorzeichen, so sollte die diesjährige Veranstaltung wieder turnusmäßig im Sommer durchgeführt werden. Bei seiner Begrüßung der Anwesenden stellte Vereinsvorsitzender Roland Tölle jedoch fest, dass die Veranstaltung mit knapp 50 Vereinsmitgliedern nur mäßig besucht wurde.

Nach einer geänderten Tagesordnung und den Rechenschaftsberichten der insgesamt neun Abteilungen hatte Vellmars Bauamtsleiter Peter Pilatzki eine gute Nachricht zu verkünden.

Ein lang gehegter Wunsch des größten Vellmarer Sportvereins, eine neue Toilettenanlage auf dem Gelände des Kunstrasenplatzes zu bauen, soll in Erfüllung gehen. „Die Ausschreibungen laufen derzeit und in Kürze solle der Rohbau begonnen werden“, kündigte Pilatzki an. Anschließend erfolge der Innenausbau und mit der Fertigstellung der ganzjährig zu nutzenden Toilettenanlage könne voraussichtlich in der 48. Kalenderwoche gerechnet werden.

Aus den Berichten der einzelnen Abteilungen wurde deutlich, dass das letzte Jahr noch von Coronabedingtem Trainingsausfall geprägt war; inzwischen aber wieder ein fast normales Sportgeschehen an der Tagesordnung sei. So soll beispielsweise der traditionelle Blau-Weiß- Ball der Tanzsport-Abteilung im Herbst wieder stattfinden und auch die Wintersportler des Traditionsvereins planen für November wieder ihre beliebte Skibörse.

„Ein Weg zur Normalität“, wie Vereinsvorsitzender Roland Tölle in seinem Tätigkeitsbericht bestätigte. Und auch die Mitgliederentwicklung habe sich stabilisiert.

Foto: W. B.

Die Hessische Landesregierung habe in den letzten Monaten ein praxisbezogenes Sonderprogramm in Form einer finanziellen Unterstützung der Vereine, mit dem Ziel der Mitgliederrückgewinnung ins Leben gerufen, von dem auch der OSC Vellmar profitiert habe. Von diesen Zuwendungen seien beispielsweise elf Trampoline für das neue Sportangebot „Jumping-Fitness“ beschafft worden.

Als Ärgernis bezeichnete Tölle die angeordneten staatlichen Corona-Einschränkungen, die während dieser Zeit den vom OSC Vellmar angebotenen Gesundheits- und Präventivsport zum Erliegen brachten, während der Reha-Sport uneingeschränkt weiter geführt werden durfte. „Gesundheits- und Präventivsport dient dazu, dass die Menschen aktiv bleiben und der ärztlich verordnete und unserem Gesundheitssystem stark belastende Reha-Sport verhindert oder wenigstens hinausgezögert wird“, sagte Tölle. Im Hinblick auf die sich abzeichnende Entwicklung auf dem Energiesektor zeigte sich der Vereinsvorsitzende besorgt. „Es wird spannend, wie sich die Stadt Vellmar und der Landkreis zum Thema steigender Energiekosten in ihren Sporthallen und Trainingsstätten positionieren werden“, erklärte Tölle. Unabhängig davon müsse auch der OSC Vellmar im Interesse der Gesamtsituation vorhandene Einsparpotentiale bei Strom und Heizung nutzen. Dies sei umso wichtiger, da ab dem 1.Juli 2022 die Nutzerabteilungen an einem Teil der Unterhaltskosten des OSC-Clubhauses sowie des Trainingscenters an der Brüder-Grimm-Straße beteiligte werden.

Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen sei der Verein finanziell solide aufgestellt, bestätigte Vereinskassierer Peter Holderith. „Die weitsichtige und kluge Finanzpolitik des OSC-Vorstandes versetze den Verein in die Lage, einen Großteil der zur Erweiterung des vereinseigenen Clubhauses aufgenommenen Schulden vorzeitig zu tilgen“. So seien in den letzten zehn Jahren rund 130.000 Euro zurückgezahlt worden, was dem Verein zusätzliche finanzielle Freiräume verschaffe und eventuelle neue Investitionen ermögliche.

Darüber hinaus wurde auch das soziale Engagement des Vereins einmal mehr sichtbar, indem der OSC Vellmar mit 2.000 Euro die höchste Einzelspende für die Flutopfer an der Ahr und in der Eifel bei der vom Sportkreis Region Kassel organisierten Spendenaktion zur Verfügung stellte. Weitere 3.000 Euro wurden vom Verein für einen Sonderfond für ukrainische Flüchtlinge bereitgestellt, aus dem Sportausrüstungen sowie Fahrtkosten für die Teilnahme an Angeboten des OSC Vellmar übernommen werden. So wurde unter anderem einem ukrainischen Mädchen die Teilnahme an einer Freizeit im Wert von 435 € ermöglicht.

Selbstverständlich bleiben diese vom Schicksal betroffenen Menschen beitragsfrei.

 „Ich bin stolz auf unseren Verein und unsere Abteilungsleitungen, die wieder einmal mit ihren Entscheidungen für ein weiteres Ausrufezeichen und ein Alleinstellungsmerkmal des OSC Vellmar innerhalb unserer Stadt gesorgt haben“, freute sich der Vereinsvorsitzende.

Bericht und Fotos: Werner Brandau

Veröffentlicht: 16.07.2022

© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 08.12.2022