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Rucksackwanderung Germerode

am Sonntag, 26. Juli

Was für ein herrlicher, wunderbarer Wandertag mit Sonne und einer Landschaft, in der wir sagen können, da geht uns das Herz auf.
Wanderwart Karlheinz sagte noch, na, da werden nicht viele kommen, es ist Urlaubszeit. Aber... 21 Personen hatten sich dann doch eingefunden. Was ihn besonders freute, dass aus einer anderen Abteilung des OSC, nämlich der Tanzsportabteilung, Anita und Rolf mitwanderten. Am Treffpunkt Bürgerhaus Obervellmar wurden Fahrgemeinschaften nach Germerode gebildet.
Wanderstrecke war der Panoramaweg Germerode mit der Nummer 1. Unterwegs sahen wir an den Wegweisern kleine lächelnde blaue Gebilde, konnten uns aber keinen Reim darauf machen, bis wir dann zu der Tafel kamen „Schutz des Trinkwassers". Natürlich - das waren Wassertropfen! Wir waren in einem Wasserschutzgebiet. Auf der Tafel war zu lesen: „Es ist unbedingt erforderlich, ein gesundes Gleichgewicht zwischen der Wassermenge, die wir der Natur für unseren täglichen Gebrauch entnehmen und der Grundwasserneubildung zu finden."
Wir lasen weiter, dass zahlreiche Quellen um den Hohen Meißner das Trinkwasser für die Gemeinden Meißner, Wehretal, Eschwege liefern, unentwegt und in bester Güte. Damit das auch in Zukunft so bleibt, werden alle Orte der Wassergewinnung und ihre Umgebung durch die Anlage von Wasserschutzgebieten vor schädigenden Einflüssen bewahrt. - Auf der Tafel waren die drei Zonen des Wasserschutzgebietes eingezeichnet. Sehr beruhigend für unsere Umwelt.

Als wir dann am Hinweisstandbild zum Bergwildpark Meißner vorbeikamen, war dies eine gute Gelegenheit, unsere Wanderwarte Karlheinz und Manfred mal in Szene zu setzen. Das haben sie auch verdient und wir sagen an dieser Stelle Dankeschön für die tolle Wanderung. (Siehe tierliebendes Foto)

Mittlerweile war es 12 Uhr - und ob wir nun gekocht hatten oder nicht - es wurde zu Mittag gegessen - inmitten der Natur, zwanglos auf dem Gras, über uns der blaue Himmel mit einer fantastischen weißen Wolkenbildung. Einfach schön.

Nächstes Highlight war das Kloster Germerode, ein imposanter romanischer Bau aus dem Jahre 1125.
Angenehm überrascht ist man von der Einfachheit der Klosterkirche mit einer großen Orgel und Balustraden rundherum aus geschnitztem Holz.

In einem Seiteneingang führte uns der Weg ins Dachgeschoss zu einer Ausstellung: Klang aus weiter Ferne - Alte Schriften neu gelesen. Dort war eine schwebende Installation „Die Geburt der Schrift". Es fliegen hebräische, arabische und griechische Buchstaben in die Weite des Raumes. Zu lesen war: Die Entstehungsgeschichten dieser drei Schriften sind eng miteinander verwoben und bilden so den „sichtbaren Stoff" der drei Religionen Judentum, Christentum und Islam. Die Schriftverwobenheit ist eine Absage an alle Kriege, die im Namen von Religionen geführt werden. - Dessen sollten sich alle Politiker bewusst werden!

Wieder in der Sonne wanderten wir an Roggen- und Haferfeldern vorbei, an bunt blühenden Wiesen und konnten die riesigen abgeblühten Mohnfelder bewundern, die auch ohne Blüte, jetzt nur im Kapselstand, total beeindruckend sind.

Mittlerweile war Kaffeezeit und was liegt da näher als einzukehren und sich mit frisch gebackenem Mohnkuchen zu stärken. Das war dann nochmal das
„Tüpfelchen auf dem I" - will sagen, der krönende Abschluss.

 

 

 

 

 

© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 20.10.2026