Der Kreative beim OSC
„Enes ist bei uns ganz wichtig für die Kreativität. Gemessen an der Spielklasse ist er ein technisch überragender Fußballspieler, was natürlich auch an seiner guten Ausbildung liegt“, ist Glogics Trainer Mario Deppe voll des Lobes über den Mittelfeldakteur. Seit Oktober 2006 läuft der 22-Jährige im Vellmarer Dress auf. In der Jugend schnürte er für Hertha BSC Berlin die Fußballschuhe und erhielt im Internat des Bundesligisten den technischen Feinschliff. Zudem durchlief Glogic von der U16 bis zur U18 alle DFB-Nationalteams. Im letzten Jahr der A-Jugend verletzte sich Glogic aber, fiel ein halbes Jahr aus und kehrte in seine Heimat Hann. Münden zurück.
„Ich wollte wieder anfangen, Fußball zu spielen, und Vellmar wurde mir als Oberligist vorgeschlagen“, erklärt der Auszubildende zum Versicherungs-Kaufmann, wie er den Weg zum OSC fand. Mit Vellmar stieg er im ersten Jahr ab, schaffte sofort den Wiederaufstieg und in der vergangenen Saison sicher den Klassenerhalt. Nun befindet er sich mit seinem OSC Vellmar mittendrin im Hessenliga-Abstiegskampf, geht an das Projekt Klassenerhalt allerdings optimistisch heran: „Wenn wir an das Niveau der letzten fünf Spiele anknüpfen, haben wir beste Chancen. Ich sehe uns von den Teams im Abstiegskampf am stärksten, aber wir müssen von Spiel zu Spiel denken.“
Trotz des Lobes sieht Deppe bei Glogic aber auch noch Entwicklungspotenzial. Enes müsse, wie die gesamte Mannschaft, neben seinen technischen Fähigkeiten auch lernen, im Spiel kampfbetonter zu Werke zu gehen.
Eine Partie, in der die kämpferischen Eigenschaften wichtig sein werden, erwartet Deppe gegen den RSV Würges. „Dies ist ein kampfstarker und kompakter Gegner. Spielerisch sind wir auf einem Level, aber wir müssen auch körperlich dagegenhalten.“
Verzichten muss der OSC-Coach am Samstag auf die noch für zwei Spiele gesperrten Marvin Kuhn und Roy Keßebohm. „Ärgerlich ist, dass beide auf der gleichen Position spielen. Daher müssen wir leicht umstellen“, erklärt Deppe. Für den wiedergenesenen Ivan Susilovic kommt ein Einsatz von Beginn an wohl noch zu früh.
Von Manuel Kopp, HNA 12.3.2010

