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Ralf Rößler stellte Konzept für die Zukunft des Junioren-Fußballs im OSC Vellmar vor

Den Trainern der verschiedenen Junioren-Mannschaften des OSC Vellmar stellte am vergangenen Dienstag der neue sportliche Leiter des Junioren-Fußballs, Ralf Rößler, sein Konzept für die Zukunft vor. Dessen kurzfristige Zielsetzungen sind das Erreichen einer dominanten Stellung im Junioren-Leistungsfußball in der Region Nordhessen, alle ersten Junioren-Leistungsmannschaften in der jeweils höchsten Spielklasse (Hessenliga) zu etablieren mit dem Saisonziel Klassenerhalt, zweite Junioren-Mannschaften in die jeweils höchste Spielklasse (Gruppenliga) zu bringen mit dem gleichen Ziel und die Abschaffung dritter Juniorenteams. ,,Ein heikles Thema'', so Rößler, ,,zumal ich mir im Klaren darüber bin, dass der OSC ein gemeinnütziger Verein ist und jedem Jugendlichen eine Spielmöglichkeit geben muss''. Zu bedenken sei allerdings, dass auch diese Mannschaften Geld kosten, deren Spieler zwar ihren Mitgliedsbeitrag zahlen, doch nach seiner Einschätzung nicht unbedingt einer von diesen für die erste oder zweite Senioren-Mannschaft in Frage käme. Das letzte Wort in dieser Angelegenheit hat allerdings die Abteilungsleitung. Weitere Zielsetzung des sportlichen Leiters ist die Schaffung einer A II-Junioren-Mannschaft. Und das hat einen wichtigen Hintergrund. Jedes Jahr aufs Neue hat der OSC das Problem, dass talentierte B-Junioren-Spieler den Verein verlassen, weil diese leistungsbedingt den direkten Sprung in die A I-Junioren nicht schaffen. Aber genau diese werden in der folgenden Saison dringend gebraucht als A-Junioren des älteren Jahrgangs. Für teures Geld müsste der OSC diese wieder zurückholen - wenn sie überhaupt noch Interesse an diesem zeigen würden. Wäre also eine A II-Junioren vorhanden, die allerdings in der niedrigsten Spielklasse beginnen müsste, könnte, so Rößler, ,,diesen wichtigen Spielern eine sportliche Alternative angeboten werden''. Nämlich den Aufstieg mit der A II schaffen und jederzeit vor dem Sprung in die A I zu stehen um in der darauf folgenden Saison wieder Hessenliga zu spielen. ,,Wenn wir schon an der Philosophie arbeiten, die eigenen Spieler vermehrt in die Zukunftsplanungen aufzunehmen, dann sollte auch alles dafür getan werden, dass diese dem OSC erhalten bleiben'', betonte Rößler. Denn schließlich handele es sich um gute Spieler, die im Leistungsbereich der B I erfolgreich gespielt hätten und die wenig später wieder dringend gebraucht würden. Als weitere Zielsetzung nannte Rößler ein gezieltes Talent-Sichtungssystem unter der Leitung eines Talentbeobachters (Scout). Dieses sei ungeheuer wichtig und deshalb werde versucht, einen geeigneten Talentsichter für den OSC Vellmar zu finden. Ein weiterer Schwerpunkt, so der sportliche Leiter, sei die Hinzugewinnung qualitativ geeigneter, lizenzierter Juniorentrainer. Diese seien in einer leistungsorientierten Junioren-Abteilung unverzichtbar. Für die Saison 2013/14 ist der OSC diesbezüglich aber gut aufgestellt. Zum Ende der Vorstellung seines Konzeptes kam Rößler auf aus seiner Sicht einige Defizite zu sprechen, die er mit der Einführung mehrerer neuer Dinge ausräumen möchte. Es wird mit Beginn der Saison 2013/14 alle vier bis sechs Wochen unter seiner Leitung eine Trainerfortbildung stattfinden. Weiterhin wird es jeden Monat eine Sitzung aller Trainer geben, die den Erfahrungsaustausch und die harmonische und kollegiale Zusammenarbeit fördern soll. Zudem werden demnächst alle Trainer angewiesen, mindestens zwei Elternabende in einer Saison zu organisieren. Gerade die Eltern der Juniorenspieler seien elementar wichtig ohne die eine leistungsorientierte Junioren-Fußballabteilung nicht denkbar sei.

© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 21.10.2026