USA-Skireise nach Winter Park in Colorado vom 29.12.2008 - 08.01.2009

Winter Park Resort - eines der größten Skigebiete in Colorado
Frisch gestärkt nach einem typisch amerikanischen Frühstück, freuten wir uns auf den ersten Skitag in den Rocky Mountains. Unmittelbar vor unserem Hotel stiegen wir in die Village-Cabriolet-Seilbahn, die uns zur Talstation von Winter Park brachte. Gemeinsam erkundeten wir an diesem Tag das Skigebiet um uns für die folgenden Tage in kleineren Gruppen zum Ski fahren zu treffen.
Gleich auf vier verschiedene Gipfel führen die Pisten in Winter Park Resort. Mary Jane, Winter Park, Vasquez Cirque und Vasquez Ridge sind die klanghaften Namen der Gipfel in den Vasquez Mountains, einem Teil der Rocky Mountains, der mit seinen tiefen Tälern und den steilen Bergen sehr an die europäischen Alpen erinnert.
Wir hatten die Auswahl aus über 140 markierten Pisten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Beste Pistenbedingungen über den ganzen Tag und großzügige Abfahrten erlaubten weite Carvingschwünge in den Schnee zu ziehen. So sind wir auf der „Cranmer"-Piste voll auf den Geschmack gekommen. Schön war auch der „Village-Way" von über 4000m Höhe bis zur Talstation in Winter Park. Überzeugt hat auch die Vielfalt der Abfahrten, ob leicht, mittelschwer, schwer oder im freien Gelände durch den Wald sich den eigenen Weg ins Tal zu suchen. Für jeden war etwas dabei. Selbst beim Durchfahren des Funparkes entwickelte mancher Skifahrer ganz neue Fähigkeiten und Dynamiken.
Beim Hüttenangebot hat uns "The Lodge at Sunspot" - ein rustikales Bergrestaurant mit europäischem Ambiente auf einer Seehöhe von 3261m am Besten gefallen. Mit dem Panoramablick auf die Continental Divide der Rocky Mountains, die Wasserscheide, an der sich entscheidet, ob Wasser nach Westen in den Pazifik oder nach Osten in den Atlantik fließt. Nicht nur auf der Piste hatte wir unseren Spaß, auch im Hotel hatte mancher sein „Schlüsselerlebnis".
Etwas außergewöhnlich lief unsere Silvesterfeier ab. Bereits um 16.00 Uhr Ortszeit feierten wir ganz europäisch den Jahreswechsel, denn in Deutschland war ja bereits 24.00 Uhr. Etwas erstaunt schauten die anderen Gäste, als wir so früh zum „happy new year" anstießen. Den Rest des Abends feierten wir improvisiert und ausgelassen, denn so richtige Silvesterfeiern fanden in Winter Park nicht statt. Resümee dieses Abends: Wer früher anfängt, ist auch früher fertig!
Nach 6 Tagen Ski fahren bei teilweise sonnigem Wetter und einem Tag mit Neuschnee legten wir einen Pausentag ein. Gerd hatte einen Stadtausflug nach Denver organisiert. Dick Oberle und sein Sohn Nick von „Coloradotour" zeigten uns bereits auf dem Weg nach Denver einige Sehenswürdigkeiten. So die kontinentale Wasserscheide am Berthoud Pass auf ca. 4000 m, einstige blühende Orte mit stillgelegten Gold- und Silberminen, die Büffelherden des legendären Buffalo Bill Cody und das nostalgische Westernstädtchen Idaho Springs. Denver selbst, die Stadt welche 1858 von Goldgräbern gegründet wurde, liegt genau 1, 609 m - also 1 Meile - über dem Meeresspiegel am Fuße der Rocky Mountains. Unsere Tour führte uns durch Downtown, an der Universität, dem Capitol und dem Denver Art Museum vorbei. Zeit zum Shoppen blieb im Cherry Creek District und der 16th Street Mall. Am Abend erlebten wir noch das weihnachtlich illuminierte Denver.
Unser letzter Skitag führte uns in ein anderes Wintersportgebiet nach Copper Mountain. Dick als Ski-Instruktor zeigte uns den optimalen Einstieg in das Skigebiet. Wieder gab es Pisten aller Schwierigkeitsgrade zu befahren. Kalte Temperaturen und ein eisiger Wind veranlasste uns zu öfteren Hüttenpausen. Auf dem Rückweg nach Winter Park bestand die Gelegenheit einige Mitbringsel im Outlet von Silverthorn zu erwerben.
Im Iron Horse liesen wir bei einem guten Abendessen den gemeinsam Skiurlaub ausklingen. Durch Schneefälle und Verwehungen in der Nacht traten wir unsere Heimreise früher als geplant an. Der Pass war gesperrt und wir mussten einen Umweg zum Flughafen nach Denver fahren.
Reibungslos verlief unsere weitere Heimreise. Vielen Dank an Gerd für die Organisation und den gelungenen Urlaub.
In diesem Sinne: „Happy new year" und immer wieder „You‘re welcome".




