Susilovics Albtraum heißt Alf Mintzel
0:5 - Vellmar kommt in Wehen unter die RäderWehen. Es konnte nur eine der beiden Siegesserien halten, und das war nicht die des OSC Vellmar. 0:5 (0:2) kamen die Nordhessen beim SV Wehen Wiesbaden unter die Räder und kassierten dabei einen fragwürdigen Platzverweis gegen Dominik Lohne. Mit dem Selbstvertrauen aus sieben Siegen in Serie war Vellmar angereist, die Gastgeber hatten vier Partien gewonnen. Und erhielten prominente Verstärkung: In der Dritten Liga war Flügelflitzer Alf Mintzel wegen der fünften Gelben Karte gesperrt, das Regelwerk aber lässt einen Einsatz ein paar Klassen tiefer zu. „Es hat aber nicht an diesem Spieler allein gelegen", meinte Vellmars Co-Trainer Jörg Sostmann, der den erkälteten Mario Deppe vertrat, „wir haben Wehens gesamte Mannschaft nicht in den Griff bekommen und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen." Gleichwohl wurde ausgerechnet Mintzel zum Albtraum für OSC-Rechtsverteidiger Pavo Susilovic, der dreimal in entscheidenden Situationen das Nachsehen hatte: Die beiden ersten Treffer (3., 14.) markierte Mintzel selbst, darunter nach drei Minuten mit Unterstützung des Innenpfostens, von dem der Ball hinter die Linie sprang, das 3:0 (50.) bereitete er vor und nahm damit dem OSC den Wind aus den Segeln. Vellmar gelang nur wenig. Nasuf Zurkolics Schuss war zu schwach (10.), Dominik Lohne versprang das Leder (13.), Enes Glogics schoss drüber (35.). Weshalb allerdings ein Kopfballtreffer von Lohne (43.) abgepfiffen wurde, verstand keiner beim OSC. „Ein reguläres Tor", so Kapitän Glogic - die Partie hätte fortan einen anderen Verlauf nehmen können. So aber schraubten Schiffmann (50.), Dennis Hornung per Abstauber (62.) und Thimo Langner per Volleyschuss (78.) das Ergebnis in die Höhe. Der Tiefpunkt: Die Hinausstellung von Lohne, der mit Langner aneinander geraten war. „Beide lagen am Boden, der Schiri meinte, Lohne habe nachgetreten", erläutert Sostmann.
Sein Fazit: „Mund abwischen, weitermachen." Und Glogic sagte: „Wir haben eine junge Truppe. Es war klar, dass auch mal wieder eine Niederlage kommen würde."
Von Matthias Schlenger

