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Vellmar fehlt die Frische

OSC verliert 1:3 gegen Gäste aus Urberach - Trainer Deppe: Kein Beinbruch
OSC Vellmar - Viktoria Urberach 1:3 (0:0) Fotos: Rainer Musmann

Vellmar. Die vergangenen Wochen haben bei der jungen Mannschaft des OSC Vellmar Spuren hinterlassen. „Nach den zuletzt spektakulären Spielen hat uns heute die Frische gefehlt", sagte Mario Deppe, Trainer des Fußball-Hessenligisten, nach dem 1:3 (0:0) gegen Viktoria Urberach. Und weil die Gäste aus Südhessen eben diesen Tick spritziger waren, ging die Niederlage in Ordnung - vielleicht um ein Tor zu hoch.
Von zwei Pleiten in Folge geht in Vellmar trotzdem nicht die Welt unter. „Das ist kein Beinbruch. Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf", sagte Deppe. Irgendwann müsse man eben dem Kraftaufwand der vergangenen Partien Tribut zollen. Dass dieser Fall am Samstagnachmittag eintraf, lag auch daran, dass Urberach jene Eigenschaften an den Tag legte, die sonst Deppes Truppe auszeichnet: aggressives Pressing, schnelles Umschalten und hoher körperlicher Einsatz.
Von Beginn an griffen die Gäste früh an, sodass Vellmars Aufbauspiel so gut wie gar nicht zur Geltung kam. „Im Spiel nach vorn haben wir zu viele Fehler gemacht", sagte Nasuf Zukorlic, der in der 67. Minute mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 kurzzeitig für Hoffnung auf Seiten des OSC sorgte. Dann aber, als die Hausherren gerade auf den Ausgleich drängten, behinderten sich Vellmars Verteidiger Pavo Susilovic und Torwart Tobias Orth gegenseitig, und Domenico Di Rosa hatte keine Mühe, den Ball über die Linie zu schieben (75.). Das 1:3 sei der Genickbruch gewesen, meinte Zukorlic.
Dabei beinhaltete der Spielverlauf eine gewisse Ironie. Nachdem in der ersten Hälfte bei den Vellmarern nicht viel zusammengelaufen war, übernahmen sie nach Wiederanpfiff die Kontrolle. Aber es waren die Gäste, die während dieser Überlegenheit eiskalt zuschlugen. Nach einem Freistoß köpft Kristian Leonhardt völlig frei am zweiten Pfosten zur Führung ein (51.). Elf Minuten später schließt Stanko Pavlovic einen Konter zum 2:0 aus Sicht der Gäste ab.
Aber es spricht für die Moral des OSC, dass er nicht aufsteckte. Selbst nach dem 1:3 rannten die Gastgeber weiter beherzt an. Doch der Endspurt kam ein bisschen zu spät. Somit hat Vellmar die erste Heimniederlage seit dem ersten Spieltag kassiert. Dass dies kein Grund zum Trübsalblasen ist, zeigt diese Tatsache: Nach den 90 Minuten war nicht das 1:3 der Aufreger, sondern das unprofessionelle Verhalten des Gästetrainers Thomas Epp. Nach Streitigkeiten in der vergangenen Saison hat er auch dieses Mal die Pressekonferenz boykottiert.
Von Robin Lipke

 

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© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 20.10.2026