Niederlage unnötig wie ein Kropf"
Vellmars Rumpftruppe verliert 2:3 in DarmstadtDarmstadt. Natürlich hatte Mario Deppe Grund, sich zu ärgern über die Fehler, die dem OSC einen Teilerfolg bei RW Darmstadt gekostet hatten. „Diese Niederlage ist unnötig wie ein Kropf. Wir haben uns fast selbst geschlagen", wetterte der Vellmarer Trainer nach dem 2:3 (1:2) zum Rückrunden-Auftakt in der Fußball-Hessenliga.
Aber die weitere Analyse machte klar, dass es Niederlagen gab, die Deppe („Das ist heute nicht so tragisch") mehr wurmten - schließlich konnte er der Pleite auch Positives abgewinnen. „Wir haben ordentlich gespielt unter diesen Voraussetzungen. Die Jungs haben alles gegeben." Der Tiefschlag des 1:3 gegen Eschborn sei verdaut, „auf diese Leistung können wir aufbauen".
So hörte sich der andere, zufriedenere Part aus der gemischten Gefühlswelt von Mario Deppe an. Denn der OSC steckte den Ausfall von sieben Spielern, darunter vier Stammkräfte, weg. Wären da nicht die Patzer gewesen - die Leistung der Gäste wäre belohnt worden. Doch nachdem Dominik Lohne den OSC durch einen fragwürdigen Foulelfmeter (16.) - Deppe: „Ein Geschenk" - in Führung gebracht hatte, häuften sich in der Defensive die Bolzen.
Erst leistete sich Sebastian Busch einen Fehlpass, den die Darmstädter durch Konstantin Dukas (19.) mit dem Ausgleich bestraften. Dann verlor Marvin Kuhn den Ball, der prompt wieder im Strafraum der Gäste und kurz darauf auch im Tor des OSC landete - Kevin Jung (36.) hatte getroffen. 2:1 für die Südhessen.
Da die Gastgeber aber weitere gute Chancen ungenutzt ließen, blieb Vellmar im Spiel - und das spürte Deppes Team. Deutlich couragierter ging der OSC nach der Pause zur Sache. Doch wirklich gefährlich wurde es für RW-Torwart Breitwieser nur bei einem Schuss von Lohne (55.). Als Manuel Do Vale Lopez auf 3:1 erhöhte (75.), schien die Partie gelaufen zu sein.
Doch die Gäste steckten noch immer nicht auf und kamen durch ihren besten Spielzug zum Anschlusstreffer - Lohne schloss einen Konter erfolgreich ab (83.). Mehr ließen die Gastgeber nicht mehr zu.
Von Oliver Strerath

