Vellmars schwarze Serie hält an
Hessenliga: OSC kassiert spätes Gegentor und unterliegt in Waldgirmes mit 2:3
Waldgirmes. Auch im sechsten Spiel in Folge verpasste der OSC Vellmar in der Fußball-Hessenliga einen Dreier. Doch die 2:3 (1:1)-Niederlage am Samstag beim SC Waldgirmes war etwas unglücklich und völlig unnötig. „Wir hatten sehr gute Offensivaktionen, aber auch Aussetzer in der Abwehr", klagte nachher OSC-Trainer Mario Deppe, der mehrmals mit dem Schiedsrichter haderte, und dachte vor allem an den 1:1-Ausgleich kurz vor der Pause und das 2:3 in der vorletzten Minute. Dabei gab seine erneut personell geschwächte Mannschaft auf dem nassen Rasen zunächst den Ton an, ließ mit frühem und aggressivem Angreifen den verunsicherten Tabellenfünfzehnten zu keinem geordneten Spielaufbau kommen und suchte in der intensiv geführten Partie selbst offensiv den schnellen Weg zum Tor der Gastgeber. Nachdem Christopher Löbel (9.) und Dominik Lohne (10./26) erste halbwegs gefährliche Offensivaktionen vergeben hatten, schaltete Nikolaj Eckhardt (27.) bei einer Wollenhaupt-Flanke am schnellsten und überwand Grutza mit dem Kopf zur verdienten Führung. Doch der aufgerückte Innenverteidiger Fabian Pötzl sprang bei einer Ecke von Denis Weinecker am höchsten und sorgte fast mit dem Pausenpfiff für den für die Gastgeber schmeichelhaften 1:1-Ausgleich. Und als der freistehende Denis Weinecker fünf Minuten nach Wiederanpfiff eine lang gezogene Flanke von Steffen Schmitt zur 2:1-Führung nutzte, kam der abstiegsbedrohte Vizemeister besser ins Spiel und verpasste durch erneut Weinecker (62) die große Möglichkeit zum 3:1. Vier Minuten nach seiner Einwechslung vollendete dann Enes Glogic einen Doppelpass mit Wollenhaupt zum 2:2 (67.) und spitzelte das Leder ins kurze Toreck. Zehn Minuten vor Schluss dann zwei Großtaten von OSC-Torwart Tobias Orth, der zunächst Glück bei einem Kopfball von Sedat Aktas an den Pfosten hatte, aber die Nachschüsse von Steffen Schmitt und Aktas aus kurzer Distanz bravourös abwehrte. Machtlos war der OSC-Keeper aber beim späten 2:3 (89.), als Sascha Kuche das Leder über die Mauer ins Toreck zirkelte.
Von Rolf Birkhölzer

