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Vellmar kassiert mit Schlusspfiff das 2:2 gegen Hünfeld

Vellmar. Was war das für ein bitterer Nachmittag für die Hessenliga-Fußballer des OSC Vellmar gegen den Hünfelder SV. Erst sieht Außenverteidiger Tim Metzner in der 15. Minute die Gelb-Rote Karte, die Gastgeber spielen fortan 75 Minuten in Unterzahl.

Dann zeigt das Team von Trainer Mario Deppe Moral und führt zur Pause 2:0. Doch nach dem Anschlusstreffer in der 48. Minute folgt das unfassbare Ende in der vierten Minute der Nachspielzeit. Mit seinem zweiten Treffer markiert Gäste-Stürmer Niclas Rehm den 2:2-Endstand - in einem Spiel, das Schiedsrichter Marcus Rolbetzki aus Marburg nur selten unter Kontrolle hatte.

„Das ist ein Witz. Was er auf beiden Seiten gepfiffen hat, war eine Katastrophe", sagteVellmars Dennis Joedecke nach der Partie. Auch die Trainer waren sich in diesem Punkt einig. „Es waren Entscheidungen des Schiedsrichters dabei, die völlig unverständlich waren. Dazu gehört der Platzverweis, aber auch das 1:0 der Vellmarer, dem ein klares Foulspiel vorausging", sagte Hünfelds Trainer Oliver Bunzenthal. Und OSC-Coach Mario Deppe fügte an: „Diese Gelb-Rote Karte hat natürlich massiv ins Spiel eingegriffen."

Hinzu kam, dass der Unparteiische mit einer Flut an Gelben Karten, vor allem auf Seiten der Vellmarer, für jede Menge Unmut bei den 250 Zuschauern sorgte. Zwei davon gab es für Tim Metzner. Die erste nach einem Foulspiel, die zweite nach einem umstrittenen Handspiel - Gelb-Rot. Doch der OSC ließ sich davon nicht beeindrucken, spielte in Unterzahl munter nach vorn und kam zu guten Chancen durch Woojae Shin (20.) und Dominik Lohne (21., 30.). In der 31. Minute dann das 1:0: Woojae Shin lief fast von der Mittellinie los, spielte zwei, drei Hünfelder aus und traf mithilfe des linken Innenpfostens zur OSC-Führung. Bunzenthal sah hier ein klares Foulspiel, zumindest befand sich Shins letzter Zweikampf vor dem Torjubel am Rande der Legalität.

Sechs Minuten später erhöhte Nasuf Zukorlic dann mit einem tollen Schuss aus 25 Metern auf 2:0. Dennis Joedecke hatte sogar noch das 3:0 auf dem Fuß, doch er traf die Latte (44.). Nach der Pause kam dann zunächst die kalte Dusche. Der stärkste Hünfelder, Alexander Reith, bediente Niclas Rehm durch die Mitte, und der knallte den Ball per Direktabnahme zum 1:2 ins Netz (48.). Die Vellmarer zogen sich nun zwar weiter zurück, Dominik Lohne hätte aber den alten Abstand wieder herstellen können (53.).

So musste OSC-Torwart Tobias Orth noch zweimal retten, ehe die vierte Minute der Nachspielzeit alle Siegesträume zerstörte. Eine umstrittene Freistoßentscheidung führte dazu, dass Hünfelds Reith den Ball aus halblinker Position in den Strafraum bringen konnte, wo dann Niclas Rehm im Gewühl am schnellsten schaltete und den glücklichen 2:2-Endstand besorgte.

OSC Vellmar: Orth - Metzner, Susilovic, Wagener, Joedecke - Schanze, Kuhn - Zukorlic, Scharf (70. Min. Busch), Shin (61. Min. Eckhardt) - Lohne (78. Min. Müller)

 

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© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 20.10.2026