2:1 - Vellmars Joker stechen
Wagener und Eckhardt drehen die Partie in Stadtallendorf zum verdienten OSC-Sieg
Stadtallendorf. Trotz rekordverdächtiger Hitzegrade und einem 0:1-Pausenrückstand erkämpfte sich der OSC Vellmar in Stadtallendorf einen leistungsgerechten 2:1-Auswärtssieg.
„Es zeichnete sich bereits in den letzten Partien ab, dass wir auf einem guten Weg sind. Leider wurde das nicht immer mit der vollen Ausbeute belohnt", erinnerte sich OSC-Trainer Mario Deppe unter anderem an den 2:2-Ausgleich vorige Woche in letzter Minute für den Hünfelder SV. Vellmar kontrollierte das Geschehen vor der Pause, leistete sich aber in der Vorwärtsbewegung bei vielversprechenden Überzahlsituationen zu viele ungenaue Pässe in die Spitze. In der Deckung standen die Gäste, die verletzungsbedingt bereits früh Pavo Susilovic vom Feld nehmen mussten, bis auf eine Szene sicher. Jene Ausnahme bildete ein starkes Solo des Eintracht-Japaners Shota Kawakami, bei dessen Flanke ebenso niemand störte wie beim Kopfball von Ahmet Marankoz, der zum 1:0 für Stadtallendorf führte (43.). „Die langen Bälle in der ersten Halbzeit haben nichts eingebracht. Mit flüssigerem Kombinationsspiel lief es dann bei uns", registrierte Mario Deppe. Ehe sein erster Joker, der Ex-Stadtallendorfer Sebastian Wagener, zum 1:1 abstaubte (65.), hatte der OSC noch ein einziges Mal viel Glück. Trotz einer Vellmarer 7:3-Überzahlsituation kam Stadtallendorfs Marankoz per Kopf an das Leder und setzte jenes völlig unbedrängt über den Kasten. „Die spielentscheidende Szene. Macht er das Ding, dann gehen die Punkte an uns", klagte Eintracht-Trainer Dragan Sicaja. Die Zähler gingen aber nicht an die Platzherren, weil Vellmar offensichtlich über die größeren Kraftreserven verfügte, weil Dominik Lohne mit drei guten Möglichkeiten (68./71./74.) andeutete, was sich der OSC vorgenommen hatte, und auch weil Deppes zweiter Joker Niko Eckhardt mit dem Siegtor zum 2:1 stach (76.).
„Ein Erfolg der Willenskraft, aber auch ein Produkt der spielerisch guten zweiten Halbzeit", bilanzierte Mario Deppe.
Von Rainer Maaß

