Thomas Müller bricht den Bann
Vellmar feiert einen 2:0-Erfolg in Braunfels - Trainer Mario Deppe lobt sein Team
Braunfels. Während die Spieler des OSC Vellmar nach dem 2:0-Erfolg lauthals „Auswärtssiege sind wunderschön" sangen und ihrem Trainer Mario Deppe gleich noch ein verspätetes Geburtstagsständchen brachten, waren die Kicker von Fußball-Hessenligist FSV Braunfels längst in der Kabine verschwunden. Thomas Müller (78.) und Nikolaj Eckhardt (90.+3) trafen für Vellmar.
„Wenn man bedenkt, dass wir mit dem allerletzten Aufgebot angereist sind, muss ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen", sagte OSC-Coach Mario Deppe, der am Freitag seinen 44. Geburtstag gefeiert hatte, während sein Team „Happy Birthday" schmetterte. Kurzfristig hatte Deppe auch noch auf Stürmer Dominik Lohne (Erkältung) verzichten müssen.
Nach etwa einer halben Stunde riss der Faden im Spiel der Gastgeber, die zu Beginn durch Dario Schugs Direktabnahme (11.) und Marvin Kretschmann (20.), der sich über rechts durchgesetzt hatte, Chancen verbuchten. Die größte hatten sie in der 24. Minute, als Kretschmann auf Dinkel zurücklegte, OSC-Torwart Tobias Orth gerade noch so parierte und Dominik Deschs Nachschuss knapp über den Kasten zischte.
Während die Braunfelser ihr Glück mit hohen und langen Bällen versuchten, bekamen die engagierter zu Werke gehenden Gäste mehr und mehr Oberwasser. Kurz vor dem Pausenpfiff verfehlte Sebastian Busch mit einem Kopfball das Tor knapp.
In der 68. Minute konnte der Braunfelser Torwart Vogl gerade noch so einen Schuss aus dem Gewühl heraus von Mergim Hajzeraj parieren. Auch kurz darauf war der FSV-Keeper bei einem Kopfball von Sebastian Wagener auf dem Posten (72.).
Sechs Minuten später aber war er machtlos: Nach Marvin Kuhns Freistoß aus der eigenen Hälfte traf Thomas Müller aus etwa 18 Metern von halbrechts unhaltbar ins linke Eck. Niko Eckhardt sorgte in der Nachspielzeit nach Vorarbeit von Nasuf Zukorlic für den 2:0-Endstand.
„In der zweiten Halbzeit haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt, Chancen herausgearbeitet und nichts zugelassen", lobte der rundum zufriedene Mario Deppe.
Von Christiane Müller-Lang

