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Ein Derby fürs Geschichtsbuch

Hessenliga: Der OSC Vellmar schlägt den FSC Lohfelden in einem denkwürdigen Spiel mit 8:4

Vellmar. Was sich am Samstagnachmittag in Vellmar zugetragen hat, lässt sich kaum in Worte fassen. Mario Deppe versuchte es hiermit: „Fußball ist ein verrücktes Spiel." Mit dieser Einschätzung lag der Trainer des OSC Vellmar goldrichtig. Denn was sich zuvor in 90 Minuten auf dem Sportplatz am Schwimmbad abgespielt hatte, war alles, nur nicht normal. In einem denkwürdigen Spiel schlug der OSC den FSC Lohfelden mit 8:4 (2:3). Zwölf Tore, drei Elfmeter, zwei Platzverweise - ein Derby fürs Geschichtsbuch.

Wie am vergangenen Hessenliga-Spieltag sangen die Vellmarer „Derby-Siege sind schön", sie tanzten die Humba, sie machten die Welle, und vom OSC-Anhang gab's Sonderapplaus. Unterdessen ließen die Lohfeldener die Köpfe hängen, schlichen vom Platz und mussten verdauen, was da eben passiert war. In einer Partie, in der die Mannschaft von Trainer Carsten Lakies mit 3:1 und 4:2 geführt hatte.

Aber in diesem unglaublichen Spiel zeigte die Vellmarer Mannschaft ihre großen Stärken: Moral, Kampfgeist und Geschlossenheit. Sie kam immer wieder zurück. Den Lohfeldener Führungstreffer in der 13. Minute durch den bärenstarken Daniel Beyer glich Nikolaj Eckhardt nur zwei Minuten später per Elfmeter aus. FSC-Keeper André Schreiber hatte Vellmars Torjäger Dominik Lohne zuvor zu Fall gebracht. Beyer erhöhte erneut (26.) - dieses Mal per Elfmeter. Als der FSC-Kapitän kurze Zeit später das 3:1 durch Enis Salkovic herrlich vorbereitete (35.), sah es nach einer klaren Angelegenheit für die Gäste aus, zumal sie spielerisch deutlich überlegen waren. Doch dank Eckhardts tollem Linksschuss in der Nachspielzeit der ersten Hälfte ging der OSC nur mit einem 2:3-Rückstand in die Kabine.

Dann gab es die nächste kalte Dusche für die Gastgeber. Keine drei Minuten nach Wiederanpfiff schlenzte der Ex-Vellmarer Enes Glogic den Ball von der Strafraumecke in den Winkel - 4:2 aus Sicht der Gäste. Aber auch diesen Schock schüttelte Deppes Mannschaft ab. Nach einer tollen Kombination über Nasuf Zukorlic und Christopher Löbel staubte Lohne ab und verkürzte auf 3:4 (53.).

Die Partie war wieder offen. Gut 500 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Denn nur fünf Minuten später fiel das nächste Tor. Erneut verwandelte Eckhardt vom Elfmeterpunkt. Vorausgegangen war ein Rempler von Vyacheslav Petrukhin gegen Lohne - dafür sah der FSC-Verteidiger vom schwachen Schiedsrichter Manuel Winkler die Rote Karte. Als Lohne vier Minuten später auch noch das 5:4 für den OSC markierte, war der Wahnsinn in Vellmar perfekt.

Damit aber nicht genug: Erst musste Lohfeldens Erwin Glogic nach Gelb-Rot früher duschen gehen (67.), dann erhöhte Eckhardt mit seinem vierten Treffer auf 6:4 (73.). Danach ging beim FSC nichts mehr. Aber der OSC, der machte munter weiter. Lohne sorgte durch seine Treffer drei und vier für den 8:4-Endstand. „Das ist einfach unbeschreiblich, was heute passiert ist", sagte Lohne freudetrunken. In der Tat: unbeschreiblich.

Von Robin Lipke

 

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http://www.fupa.net/galerie/osc-vellmar-fsc-1924-lohfelden-14874/foto1.html

© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 21.10.2026