Lohnes Tore reichen für Punkt
2:2 - Für Hessenligist OSC Vellmar war in Darmstadt mehr drin, aber auch weniger
Darmstadt. Es war mehr drin angesichts von zwei, drei guten Konterchancen am Ende. Es hätte aber auch weniger sein können für den OSC Vellmar als ein 2:2 (1:1)-Unentschieden, mit dem die Nordhessen von Kellerkind Rotweiß Darmstadt heimkehrten. Denn kurz vor der Pause wurde das vermeintliche 2:1 der Gastgeber zum Verdruss der Rot-Weißen nicht anerkannt, weil Torjäger Manuel Do Vale mit gestrecktem Bein auf Torwart Tobias Orth losgegangen sein soll. Daher bilanzierte Dominik Lohne treffend: „Mit diesem Punktgewinn können wir unter dem Strich ganz gut leben."
Lohne war aus Vellmarer Sicht der Mann des Tages. Mit seinen Saisontreffern 13 und 14 brachte der Stürmer den OSC zweimal in Führung. Beim 1:0 (15.) nahm er Löbels Pass in die Tiefe direkt und lupfte den Ball über den herausstürzenden Torwart Schreiner hinweg ins Netz.
Nach Coluccis Ausgleich (35.) war Lohne zum zweiten Mal erfolgreich. Sein 2:1 (60.) entsprang einem weiten Einwurf Wollenhaupts, den Eckhardt per Kopf verlängerte. Mit der Fußspitze spitzelte Lohne dann das Runde aus dem Strafraum ins Eckige - und hat nun gute Chancen, seinen persönlichen Torrekord aus der vergangenen Serie mit 19 Treffern zu brechen.
Dass sein Doppelschlag in Darmstadt nicht zu einem Sieg reichte, lag aus Sicht des Torjägers in dem raschen 2:2-Ausgleich durch einen flatternden Distanzschuss des eingewechselten Alvano Kröh begründet (68.). „Der kam viel zu rasch."
Vor allem aber, so Lohne, hatte der OSC in der ersten Halbzeit die Chance auf einen Sieg verpasst. „Wir sind nicht so gut ins Spiel bekommen, hatten Probleme mit dem ungewohnten Kunstrasen und dem aggressiven, energischen Auftreten der Darmstädter." Mit beherztem Spiel habe die Platzelf im Kampf um den Klassenerhalt dem OSC zunächst den Schneid abgekauft. (sam)

