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Es ging schief, was schiefgehen konnte

Der OSC Vellmar unterlag Rot-Weiß Hadamar mit 1:3 und muss noch um den Klassenerhalt zittern

Vellmar. Das Zittern geht weiter. Nach der 1:3 (1:2)-Niederlage gegen Rot-Weiß Hadamar muss der OSC Vellmar noch immer um den Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga kämpfen.

Am Samstag, im Heimspiel gegen den Tabellenvierten, ging alles schief, was schiefgehen konnte, und das Unheil nahm schon nach sieben Minuten seinen Lauf. Nach großartiger Vorarbeit von Christian Wollenhaupt stand Dominik Lohne sechs Meter vor dem Tor völlig frei, machte dann aber einen folgenschweren Fehler. Statt den Ball wuchtig ins Netz zu schießen, wollte Vellmars Torjäger das Leder locker an Torwart Strauch vorbeischieben. Das misslang, und Strauch parierte. Zu einem gebrauchten Tag gehört auch, was in der 33. Minute passierte. Als der Ball hoch in den Vellmarer Strafraum flog, wollte Marvin Kuhn zu seinem Torwart Tobias Orth köpfen. Zu riskant, wie sich eine Sekunde später herausstellte.

Das Eigentor war der Treffer zum 0:2 aus Vellmarer Sicht, und von nun an ging‘s bergab. Gute spielerische Ansätze waren plötzlich weg, und es entwickelte sich ein Fehlpassfestival ohne Beispiel. Blau (Vellmar) spielte immer zu Rot (Hadamar), und Rot revanchierte sich stets mit einem Pass zu Blau. Nachdem Thomas Müller in der 36. Minute der Anschlusstreffer gelungen war, wurde es auch nicht besser.

An einem Pechtag kann es sogar passieren, dass sich zwei Spieler der gleichen Mannschaft gegenseitig verletzen. Nach einem Zusammenprall von Christian Wollenhaupt und Dennis Schanze mussten beide Spieler minutenlang wegen ihrer Kopfverletzungen behandelt werden. Während Wollenhaupt sofort in eine Klinik transportiert wurde, hielt Schanze bis zum bitteren Ende durch und machte sich anschließend auf den Weg ins Krankenhaus. Bei Wollenhaupt wurden ein Jochbeinbruch und ein Augenhöhlenbruch diagnostiziert, sodass er bereits heute operiert werden muss. Schanze kam weitaus glimpflicher davon. Nachdem eine offene Wunde genäht worden war, durfte er das Krankenhaus verlassen.

Zurück zum Spiel: In den letzten zehn Minuten wurde wieder ein bisschen Fußball gespielt, und der OSC hatte Pech, dass Nazuf Zukorlic in der 90. Minute den Pfosten traf. Den Schlusspunkt aber setzte Hüsni Tahiri mit dem Treffer zum 3:1-Endstand für Hadamar (90+3).

Trotz aller Unzulänglichkeiten wollte Mario Deppe seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Bis zum 0:2 haben wir gut gespielt. Anschließend hat der unglücklich zustande gekommene Rückstand unsere Leistung beeinflusst", sagte der Vellmarer Trainer. Deppe fügte noch hinzu: „Wie so oft in dieser Saison waren die Gegentore vermeidbar."

Von Gerd Brehm

 

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© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 21.10.2026