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Vellmar festigt Platz zwei

Fußball-Hessenliga: OSC gewinnt gegen Hadamar 2:0 nach schwachem Start

KASSEL. Was genau er seiner Mannschaft in der Halbzeit gesagt hat, wollte Mario Deppe nach dem 2:0 (0:0)-Sieg seiner Hessenliga-Fußballern lieber für sich behalten. „Wenn es nicht so läuft, muss man eben Hilfestellung geben", sagte der Vellmarer Trainer nach der Partie gegen den SV Rot-Weiß Hadamar. Die kleine Hilfe war am Samstag im Stadion am Schwimmbad auch bitter nötig, denn der OSC festigte zwar den zweiten Tabellenplatz und blieb zum zehnten Mal in Folge unbesiegt, lieferte aber vor 260 Zuschauern ein schwaches Bild ab.

Von Beginn an wirkten die Vellmarer kraftlos, langsam und völlig unengagiert in den Zweikämpfen. Ganz anders die Gäste, die vom Anpfiff weg Druck machten und die Gastgeber bereits früh erfolgreich beim Spielaufbau störten. So dauerte es bis zur zwölften Minute, bis beim OSC der auf der linken Außenbahn nach vorn geeilte Jonas Kaczenski mit einer mustergültigen Flanke Vellmars Sturmspitze Dominik Lohne in Szene setzte. Der vergab die Chance und wenig später eine zweite. Diesmal war Christian Wollenhaupt der Passgeber, aber Lohne traf nur den Außenpfosten (21.). Ansonsten war Hadamar spielbestimmend und Dauergast im Vellmarer Strafraum. „Da ist kein Leben drin", lautete folgerichtig die Zwischenbilanz von Trainer Mario Deppe, bevor es in die Kabine ging.

Zurück kamen die Vellmarer zwar nicht als völlig neue Mannschaft, aber deutlich angriffslustiger. Das Ergebnis sah man in der 49. Minute, als der auf der rechten Außenbahn wieder sehr agile Nasuf Zukorlic den Ball diagonal zur Grundlinie auf Dominik Lohne flankte. Der konnte nur noch per Foul vom sicheren Treffer abgehalten werden. Den daraus folgenden Elfmeter verwandelte Marvin Kuhn und stellte damit erstmals die Zeichen auf Sieg.

„Das war kein gutes Spiel von uns, aber letztendlich zählen nur die Punkte", sagte später der eingewechselte Pascal Kemper. Da hatte er bereits den 2:0-Siegtreffer erzielt (83.) - wieder nach präzisem Zuspiel von Zukorlic. Erst danach gab Hadamar die Punkte verloren, denn zuvor hatten die Gäste den OSC immer wieder in höchste Bedrängnis gebracht (63./65./75.) und dem Vellmarer Schlussmann Tobias Orth reichlich Arbeit beschert. „Wir haben einfach zu schwer ins Spiel hineingefunden, aber ein dreckiger Sieg muss auch mal sein", sagte der Torwart, der wesentlich zum Sieg beigetragen hatte.

Der Schlusssatz blieb dann aber doch Trainer Mario Deppe vorbehalten: „Mit der Leistung bin ich nicht einverstanden, aber im letzten Jahr hätten wir so ein Spiel wohl noch verloren."

Von Martin Scholz

 

Quelle:

 

© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 20.10.2026