Mit schnellen Toren zum Sieg
3:2 - OSC Vellmar krönt beeindruckende Hinrunde mit Erfolg in SeligenstadtSeligenstadt. Nach einem verdienten 3:2 (1:1)-Sieg bei den Sportfreunden Seligenstadt beendete der OSC Vellmar die Hinrunde in der Fußball-Hessenliga auf dem dritten Tabellenplatz. „Uns wird immer eine gewisse Auswärtsschwäche nachgesagt. Davon war diesmal von der ersten Minute an nichts zu sehen", zeigte sich OSC-Trainer Mario Deppe mit dem Auftritt seiner Elf beim Aufsteiger zufrieden.
Die erzielte nach nur drei Minuten bereits den Führungstreffer. Nach einem Eckball von Roy Keßebohm landete der Rettungsversuch der Hausherren auf dem Rücken von Julius Väth und von da aus im Tor - 1:0 für die Nordhessen. Doch die Antwort der Sportfreunde ließ nicht lange auf sich warten: Nach einem langen Pass von Erman Tasgin lupfte Kevin Hoffmann den Ball über OSC-Schlussmann Tobias Orth hinweg zum 1:1 ins Netz (10.).
Nach dem Wechsel waren die Nordhessen noch schneller: Nach nur 39 Sekunden traf Nasuf Zukorlic zum 2:1. Eine Grätsche von Seligenstadts Sascha Ries war zu kurz geraten, und der Vellmarer schob unbedrängt aus fünf Metern ein. Nach einem Fehlpass von Sportfreunde-Kapitän Larry Ransom erhöhte Dominik Lohne auf 3:1 für die Gäste (61.), doch nur zwei Minuten später verkürzte Tobias Leis auf 2:3. Später tauchte Julius Väth nach einem Fehler von Sebastian Wagener frei vor Orth auf, scheiterte aber aus vier Metern am Vellmarer Schlussmann (78.).
Vellmar hätte die Partie vorzeitig entscheiden können, doch Marvin Kuhn scheiterte vier Minuten vor Spielende mit einem Strafstoß an Philipp Mundine im Sportfreunde-Tor. Zuvor war Zukorlic von Tobias Schrod gehalten worden.
Seligenstadt warf in den Schlussminuten nochmals alles nach vorn, doch die sichere Vellmarer Defensive ließ keine Torchancen mehr zu. Insgesamt verstrickten sich die Hausherren in zu viele Einzelaktionen, Vellmar war im Spielaufbau deutlich zielstrebiger. „Wenn wir so weiter verteidigen, steigen wir ab", meinte Seligenstadts Trainer Klaus Reusing.
Mario Deppe zog dagegen nach einer glänzenden Hinrunde zufrieden Bilanz: „34 Punkte sind ein herausragendes Ergebnis und viel wichtiger als der Tabellenplatz. Die junge Mannschaft hat sich fußballerisch enorm weiterentwickelt." Das ist vielleicht das Schönste an der erfolgreichen Halbserie. Archivfotos: Fischer/nh
Von Patrick Leonhardt

