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Entscheidender linker Fuß

Vellmar - Bad Alzenau 2:0. Marcel Kemper trifft doppelt - Rot gegen Peschutter

Vellmar. Mario Deppe war auch eine halbe Stunde nach Spielschluss noch in Fahrt. „Ich bin immer noch nicht richtig runtergekommen", sagte der Trainer des Hessenligisten OSC Vellmar. Dabei hatte sein Team den starken dritten Platz mit dem 2:0 (1:0)-Sieg gegen Bad Alzenau verteidigt. Es war aber ein schwächeres Spiel, das die Trainer einige Nerven kostete. Aber auch einen Matchwinner hatte. Die Stichworte der Partie:
Platzverweis in der zweiten Halbzeit: Vellmars Torhüter Hannes Peschutter, hier beim Abwurf, sah nach einer Notbremse die Rote Karte. Foto: Malmus

EIN WICHTIGER LINKSFUSS

„Wenn Pascal den Ball im Strafraum auf den linken Fuß bekommt, dann wird es gefährlich", sagt Deppe. Pascal heißt mit Nachnamen Kemper. Der Stürmer entschied das Spiel im Alleingang. Viermal bekam er den Ball im Strafraum auf den linken Fuß. Zweimal parierte Alzenaus Torhüter Ricardo Döbert (40. und 90.). Zweimal aber traf Kemper trocken. In der 43. Minute aus der Drehung, und in der 82. nach einem traumhaften Zuspiel von Christian Wollenhaupt. „So macht mir das Spaß. Viel unterwegs sein, anspielbar sein. Und dann noch treffen", freute sich der Matchwinner.

DIE LEIDEN DER TRAINER

Vor allem in der ersten Halbzeit konnten einem Mario Deppe und sein Gegenüber Jochen Seitz leidtun. Was sich an der Seitenlinie abspielte, war „Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs". Ihre Versuche, Einfluss auf das mäßige Spiel ihrer Teams zu nehmen, blieben ohne Erfolg. Kaum ein Spielzug gelang, selten kamen mehr als zwei Pässe nacheinander an. „Spielerisch war das der schlechteste Auftritt in dieser Saison", klagte Deppe später.

DIE TORHÜTER-SORGEN

Tobias Orth verletzt - und dann das: Sein so gut spielender Vertreter Hannes Peschutter sah in der 72. Minute nach einer Notbremse gegen Amiri Rot, weil er eine Fehlerkette seiner Vorderleute ausbügeln musste. Für ihn musste Trainersohn Patrick zwischen die Pfosten. Die Sorgen der Vellmarer aber sind gestiegen. Deppe ist wegen des Studiums kaum im Training, also kaum eine Alternative. Mario Deppe meinte deshalb schon im Spaß: „Wir haben ja noch Thomas Kneuer." Der frühere KSV-Torhüter war zur Halbzeit zu einem Altherren-Spiel aufgebrochen. Zumindest im Training ist er also. DIE RICHTIGE REAKTION

Bad Alzenau war in der zweiten Halbzeit überlegen. Nach dem Platzverweis war Schlimmstes zu befürchten. Doch der OSC wachte endlich auf. Verteidigte so energisch für seinen Torhüter, dass Deppe praktisch nicht einzugreifen brauchte. Und leitete noch das entscheidende Tor ein. DER SPRUCH DES TAGES

Kam von Mario Deppe. Als Schiedsrichter Killian Sauerwein einfach nicht abpfeifen wollte, rief Deppe ins Feld: „Schiri, wir wären dann so weit."

Von Frank Ziemke

 

Quelle:

 

© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 20.10.2026