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0:4 - OSC kassiert höchste Saisonpleite

Hessenliga: Vellmar verliert bei Wehen Wiesbaden II und kann Patzer der Konkurrenz nicht nutzen

Wehen. Für Fußball-Hessenligist OSC Vellmar, der vor zwei Jahren mit 0:5 in Wehen unter die Räder gekommen war, war das 0:4 (0.2) die höchste Saisonniederlage. Dennoch hielt sich der Ärger von Mario Deppe in Grenzen: „Ich hatte es kommen sehen. Das war heute ein Klassenunterschied", sagte Vellmars Trainer.

Und das lag nicht nur daran, dass sich die Wehener aus dem Drittliga-Aufgebot bedienen konnten: „Wir haben nicht alles in die Waagschale geschmissen, was uns stark macht. Unsere vorherigen Siege in diesem Jahr haben wir gegen Mannschaften eingefahren, die nicht die Qualität hatten, unsere Schwächen auszunutzen, und das war heute anders", analysierte Deppe. Christian Wollenhaupt pflichtete ihm bei: „Die normalen Dinge wie Aggressivität und Zweikampfstärke haben wir vermissen lassen, hatten keinen Zugriff auf den Gegner. Das war heute eine schöne Lehrstunde", sagte Vellmars Kapitän.

Somit war für Oldie Swen Meier (35) im OSC-Tor das Hessenliga-Debüt gründlich verhagelt. „Er war heute der ärmste Kerl von allen, die Mannschaft hat ihn im Stich gelassen", befand Deppe, der am kommenden Samstag im Auswärtsspiel in Jügesheim letztmalig auf den Rot-gesperrten Hannes Peschutter verzichten muss.

Zwei Gegentore nach Standardsituationen musste der OSC Vellmar vor der Pause schlucken: Erst köpfte der kanadische Nationalspieler Adam Straith eine Freistoß-Hereingabe von Christ in die Maschen (26.), dann staubte Marco Königs ab (33.), nachdem Meier einen Torschuss von Christ im Anschluss an eine Ecke nach vorn hatte abklatschen lassen.

Zur Pause stellte Trainer Mario Deppe um und bot nun mit Christopher Löbel einen Zehner auf, nachdem zuvor aus dem flachen Fünfer-Mittelfeld kaum Impulse gekommen waren. Lediglich einen Außennetztreffer verbuchte Pascal Kemper (65.), doch da hatten erneut Königs (56.) und Balder (63.) bereits auf 4:0 erhöht. Manchen seiner Spieler, so Deppe, scheine die Höhenluft nicht zu bekommen: „Platz drei ist etwas Besonderes für uns, aber einige können damit scheinbar nicht umgehen", ärgerte sich Vellmars Trainer.

Von Matthias Schlenger

 

Quelle:

 

© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 20.10.2026