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OSC kommt nicht in Tritt

Hessenligist Vellmar verliert 1:3 gegen Flieden - Innenverteidigung überfordert

Vellmar. Nach der zweiten Niederlage im zweiten Saisonspiel ist der Fehlstart für den letztjährigen Vizemeister der Hessenliga, dem OSC Vellmar, perfekt. 1:3 (0:1) unterlag die Mannschaft im Heimspiel Angstgegner Flieden.

Das Spiel war keine zwei Minuten alt, da gelang Fliedens Torjäger Fabian Schaub das, was sonst nur Zlatan Ibrahimovic vollbringt. Nach einem Aussetzer von Vellmars Innenverteidiger Marvin Kuhn, der über den Ball trat, zog Schaub aus 35 Metern einfach mal ab. Rums: 1:0 für die Gäste aus Flieden.

„Ausgerechnet gegen Flieden in Rückstand zu geraten, ist doppelt schwer", sagte OSC-Trainer Mario Deppe nach dem Spiel. Vellmar hatte in der Folge große Probleme, in die Partie zu kommen. Die wacklige Innenverteidigung um Kuhn und Maik Siebert wurde früh angelaufen. „Unsere Verteidigung war zwar zusammengewürfelt, aber Zweikämpfe müssen wir natürlich trotzdem gewinnen", sagte Deppe mit Blick auf seine Personalsorgen im Defensivverbund.

Sechser Jannik Weingarten bekam auch keinen richtigen Zugriff auf das Spiel. Und vorn? Lief wenig zusammen. Gegen die groß gewachsene und körperlich präsente Fliedener Abwehr gab es kaum ein Durchkommen. Wenn, dann ging etwas über das Kurzpass-Spiel. Das nutzte der Gastgeber aber kaum. Weil Flieden sehr diszipliniert auftrat, ergaben sich für Vellmar auch keine Konterchancen.

Nach dem Seitenwechsel hatte Vellmar dann die größte Chance im Spiel. Nach einem Zauberpass von Kapitän Christian Wollenhaupt tauchte Sturmtank Dominik Lohne allein vor dem Torwart auf und vergab. Glück hatte Vellmar dann auf der Gegenseite. Nach einem Fehlpass von Siebert in den Lauf von Fliedens Schaub schien die Partie entschieden. Doch auch Schaub vergab, was die etwa 250 Zuschauer mit mehr Verwunderung registrierten als den Vellmarer Fehlpass. Dann ging alles ganz schnell. Schaub legte auf Gies ab, der aus abseitsverdächtiger Position keine Probleme hatte, auf 2:0 zu erhöhen (59.). Die schwache Leistung der Vellmarer Innenverteidigung wurde beim 3:0 überdeutlich. Wieder agierte die Verteidigung zu fahrlässig und ließ das Sturmduo Schaub/Gies gewähren - 0:3 (64.). Das 1:3 (76.) durch den eingewechselten Justin Schumann war nur noch Ergebniskosmetik.

Immerhin: „Gegenüber dem Spiel in Steinbach war das ein Fortschritt heute", sagte Deppe. Für Vellmar gilt es jetzt, an den fußballerischen Grundlagen zu arbeiten, die da heißen: Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten. Sonst droht eine schwere Saison.

Von Daniel Schneider

 

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© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 21.10.2026