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Zu neunt Punkt erkämpft

Fußball-Hessenliga: Vellmar kassiert zwei Rote Karten und spielt 0:0 gegen Steinbach

Vellmar. Dieses Unentschieden fühlte sich ganz offensichtlich an wie ein Sieg. Der OSC Vellmar trennte sich am Samstag im Stadion am Schwimmbad mit 0:0 vom TSV Steinbach. Wenn der Tabellenletzte der Fußball-Hessenliga auf den Spitzenreiter trifft, und der Letzte einen Punkt verbucht, dürfte das wohl immer als Erfolg zu werten sein. Wenn aber der bis Samstag punktlose OSC ab der 42. Minute nur noch acht Feldspieler aufbieten kann, dann muss man wohl von einem richtig großen Erfolg sprechen.

„Dieser Punkt fühlt sich an wie ein Sieg", sagte daher auch einer, der ordentlich zu tun hatte. Verteidiger Moritz Meuser hatte zusammen mit seinen Abwehrkollegen in der Viererkette vor allem in der zweiten Halbzeit einem gewaltigen Druck standzuhalten. Da hatten die Gastgeber, die einen couragierten Start hingelegt hatten und mit Christian Wollenhaupt und Dominik Lohne mehrfach den Weg in den Steinbacher Strafraum fanden, bereits zwei Spieler verloren.

Ob die zwei Roten Karten gegen Wollenhaupt (21.) und Maik Siebert (42.) gerechtfertigt waren, darüber gingen wie immer die Meinungen gehörig auseinander. Fest steht: Vor allem die Gastgeber nahmen das Wort Kampfgeist etwas sehr wörtlich. Reichlich Gelbe Karten durch den Fuldaer Schiedsrichter Dennis Meinhardt waren das Ergebnis. Auch der Krankenwagen, der noch in der ersten Halbzeit mit Blaulicht am Sportplatz vorfuhr, um den stark blutenden Steinbacher Sven Baldus zum Nähen einer Platzwunde ins Krankenhaus zu bringen, trug nicht gerade dazu bei, die Stimmung zu beruhigen.

Insgesamt zeigte die stark dezimierte Mannschaft von Trainer Mario Deppe allerdings eine starke Leistung: „Das war für uns auf alle Fälle eine Initialzündung. Kämpferisch war das eine Top-Leistung, jetzt muss nur noch das Spielerische zurückkommen", sagte Schlussmann Tobias Orth, der zu seinem ersten Saisoneinsatz gekommen war und in allen Belangen eine starke Leistung abgeliefert hatte. Das Gleiche galt für seine Vorderleute, bei denen der sprintstarke Nasuf Zukorlic vor seiner Auswechslung unter anderem in der 39. Minute ein schönes Solo hingelegt und beinahe für die Führung gesorgt hätte.

Vor allem in der zweiten Halbzeit, als die Steinbacher in deutlicher Überzahl ein Schussfeuerwerk im Vellmarer Strafraum abbrannten, behielt dann der 29-jährige Orth den Überblick.

„Die Verteidigung hatte heute super funktioniert", freute sich nach dem Abpfiff daher auch Trainer Deppe und fügte hinzu: „Mit elf Mann wäre vielleicht sogar ein Sieg drin gewesen."

Von Martin Scholz

 

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© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 20.10.2026