Triumph mit Dreierkette
Hessenligist OSC Vellmar muss kurzfristig umstellen und gewinnt 4:1 gegen Darmstadt
Vellmar. „Es galt heute, zwei Herausforderungen anzunehmen: Wir wollten uns für das gute Spiel in Eschborn noch mal belohnen, und wir mussten auf einen kurzfristigen Ausfall reagieren. Ich denke, dass wir das über 90 Minuten sehr gut geschafft haben." Sagte Trainer Mario Deppe nach dem hochverdienten 4:1 (1:1)-Erfolg seines OSC Vellmar in der Fußball-Hessenliga gegen Rot-Weiß Darmstadt.
DIE UMSTELLUNG
Weil sich Innenverteidiger Marvin Kuhn verletzt abmeldete, musste Mario Deppe umbauen. Erstmals entschied er sich für eine Dreierkette, die aus Maik Siebert, Sebastian Wagener und Stefan Matzenmiller, der später noch ein Sonderlob seines Coaches bekommen sollte, bestand. Auf den Außenbahnen unterstützten Nasuf Zukorlic und Christian Wollenhaupt den Defensivverbund in der Rückwärtsbewegung.
DAS ÜBERGEWICHT
Lag schon in der ersten Halbzeit klar auf Seiten des OSC. Allein die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Denn bis auf die Traumkombination über Nasuf Zukorlic und Dominik Lohne, die der Vellmarer Torjäger mit dem 1:0 abschloss (10.), gab es bis zur Pause keinen weiteren Treffer der Vellmarer mehr. Und das, obwohl es Möglichkeiten dazu in der 17., 21., 24., 29. und 40. Minute gab - vor allem Pascal Kemper hatte an diesem Nachmittag einfach kein Glück. So kam es, wie es kommen musste. OSC-Torwart Tobias Orth griff bei einem Einwurf ins Leere, und Andreas Klug köpfte den Ball zum 1:1 ins Tor (32.).
DER KNACKPUNKT
Noch vor der Pause spielten zwei Aktionen des Darmstädter Mittelfeldspielers Florian Muhl den Vellmarern in die Karten. In der 39. Minute sah er nach einem Foul an Orth die Gelbe Karte, nur fünf Minuten später räumte Muhl OSC-Kapitän Christian Wollenhaupt an der Mittellinie rustikal ab und sah schließlich völlig verdient den Gelb-Roten Karton.
DIE WEITEREN TORE
Sie waren alle richtig klasse herausgespielt. Pascal Kemper bereitete Felix Bredows 2:1 von der linken Seite vor (56.), und nur vier Minuten später flankte Bredow von der rechten Seite und fand am langen Pfosten Dennis Schanze, der den Ball mit einem wuchtigen Kopfball ins lange Eck setzte.
Und damit nicht genug. In der 86. Minute krönte Nasuf Zukorlic seine starke Leistung mit dem Treffer zum 4:1. „Nachdem ich zwei Bänderrisse hatte, fühle ich mich endlich wieder richtig fit. Wenn wir unsere Chancen besser nutzen, ist noch mehr drin", sagte Zukorlic. Mit Recht. Denn auch in der zweiten Halbzeit blieben vier weitere Möglichkeiten ungenutzt.
Von Torsten Kohlhaase




