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Vellmar schlägt spät zu

Hessenliga: 3:0-Sieg im Derby gegen Lohfelden - Individuelle Fehler beim Gastgeber

Lohfelden. Hessenligist OSC Vellmar hat überraschend deutlich das Nordhessenderby gegen den gastgebenden FSC Lohfelden 3:0 (0:0) vor etwa 500 Zuschauern gewonnen. Die Tore erzielten der wieder mal überragende Nasuf Zukorlic (69.), Dominik Lohne (85.) und Jannik Weingarten in der Nachspielzeit.

„Der Sieg war auch in der Höhe verdient", preschte Vellmar-Coach Mario Deppe in der Pressekonferenz vor. Das wollte Lohfeldens Übungsleiter Otmar Velte dann doch nicht so stehen lassen: „Einen Punkt hätten wir uns schon verdient gehabt." Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. In der ersten Hälfte war Lohfelden die überlegene Mannschaft, kombinierte gut und kam vor allem über die Außen Daniel Beyer und Adrian Bravo Sanchez immer wieder in den Vellmarer Strafraum.

Vellmar tat sich schwer, bei den schwierigen Platzverhältnissen sein Kurzpassspiel aufzuziehen. Lohfeldens Lebensversicherung René Huneck (neun Tore in 14 Spielen) vergab in der 14. Minute, als er frei vor Vellmars Hannes Peschutter auftauchte.

Die beste Möglichkeit hatten aber die Gäste: Nach einer tollen Kurzpasskombination über vier Stationen stand Christian Wollenhaupt frei im Lohfeldener Strafraum, verzog aber knapp. In der Folge fiel Vellmar aber gar nichts mehr ein, während Lohfelden weiter Druck ausübte. „Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir in Rückstand geraten", sagte Deppe.

Huneck hatte noch zwei weitere große Möglichkeiten, verpasste es aber beide Male, seine Farben in Führung zu bringen. Von Vellmar kam bis zur Pause nichts mehr. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Lohfelden in Führung geht. Auch in der zweiten Hälfte zeigte die Velte-Elf die bessere Spielanlage.

Die Schlüsselszene ereignete sich dann in der 59. Minute, als Huneck verletzt ausfiel. Zehn Minuten später zog Vellmars Zukorlic aus 17 Metern einfach mal drauf, Lohfeldens Torhüter André Schreiber verschätzte sich - 1:0.

Ausgerechnet Zukorlic: Dieser ist seit Wochen gut drauf, trifft aber zu selten das Tor. In der 85. Minute traf dann einer ins Lohfeldener Tor, der auch schon länger auf einen Treffer wartet: Dominik Lohne. Der eingewechselte Lino Demaj verlor dort den Ball, wo es besonders wehtut: im eigenen Strafraum. Lohne sagte Danke und drosch den Ball ins Tor - 2:0. In der Folge befand sich die Lohfeldener Hintermannschaft im Auflösungsprozess. Dies nutzte Weingarten zum 3:0-Endstand.

Von Daniel Schneider

 

Quelle:

 

© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 20.10.2026