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Beim Debüt arbeitslos

Hessenliga: Der OSC Vellmar besiegt mit Torwart Alexander Bayer Seligenstadt 4:0

Vellmar. Siege lockern die Zunge. „Ich habe den Spielern gesagt, dass sie drei Punkte holen sollen, aber dass dies nicht schön aussehen muss. Offenbar hat niemand auf mich gehört, denn wir haben nicht nur drei Punkte geholt, es hat auch schön ausgesehen." Aufgeräumt kommentierte Trainer Mario Deppe den 4:0 (1:0)-Sieg des OSC Vellmar im Fußball-Hessenligaspiel gegen die Sportfreunde Seligenstadt.

Ja, es sah schön aus, als Schanze und Springer den Ball zügig und direkt laufen ließen. Es sah schön aus, als Zukorlic und Meuser zu ihren Dribblings ansetzten, und es sah schön aus, als Salkovic (2), Zukorlic und Wollenhaupt die vier Tore erzielten.

So kam es, dass Alexander Bayer einen geruhsamen Nachmittag verbrachte. Der 21-jährige Torwart der Reservemannschaft musste sich zwischen die Pfosten stellen, weil neben Tobias Orth auch dessen Stellvertreter Hannes Peschutter an einer Fußverletzung leidet. Das Spiel aber begann, wie sich Bayer das vorgestellt hatte, denn schon in der 2. Minute musste der Torwart eingreifen. Doch die erste Parade war gleichzeitig die letzte, denn die OSC-Abwehr nahm ihrem neuen Schlussmann die Arbeit ab und ließ die Gäste einfach nicht mehr zum Schuss kommen.

So war die ganze Aufregung umsonst. Hätte Bayer gewusst, wie harmlos es in der Hessenliga mitunter zugeht, hätte er in der Nacht vor dem Spiel wahrscheinlich besser geschlafen. Aber der Torwart konnte natürlich nicht ahnen, dass er in jedem seiner Gruppenliga-Spiele mehr Arbeit hatte als am Samstag gegen Seligenstadt. Und schließlich fand es Alexander Bayer gar nicht so schlimm, dass er sein Können bei seinem Hessenliga-Debüt nicht zeigen konnte und sagte in der Manier der Profis, die jeden Samstag in der Sportschau auftreten: „Hauptsache gewonnen."

Einer, der mehr in den Blickpunkt rückte als Bayer, war Moritz Meuser. Der 22-Jährige interpretiert die Rolle des linken Außenverteidigers hochmodern und ist pausenlos zwischen den beiden Eckfahnen auf Achse. Wenn Meuser jetzt noch lernt, ein wenig gefühlvoller und präziser zu flanken, dann ist der Ex-Löwe vielleicht doch noch ein Mann für höhere Aufgaben.

Das ist noch ein weiter Weg, aktuell aber hofft Deppe, dass sich Orths Verletzung nicht als der befürchtete Mittelfußbruch herausstellt. Heute wird eine Kernspintomografie für Klarheit sorgen.

 

Quelle:

 

 

© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 20.10.2026