OSC vergibt sicheren Sieg
Vellmars Reserve kommt nicht über ein mageres 2:2 gegen Dörnberg hinausVellmar. Und wieder nichts! Der OSC Vellmar II hat in einer schwachen Verbandsliga-Partie gegen den FSV Dörnberg beim 2:2 (1:1) nur einen Punkt geholt.
Dabei sah es bis zur 87. Minute so aus, als ob die Gastgeber gegen die junge Dörnberger Mannschaft als sicherer Sieger vom Platz gehen würden. Doch dann unterlief der OSC-Hintermannschaft einmal mehr ein folgenschwerer Abwehrfehler, der die Jungs von Trainer Rainer Rethemeier um den verdienten Lohn brachte. „Das darf alles nicht wahr sein und schon gar nicht passieren", fluchte der Coach nach dem Abpfiff. Einen eher verunglückten Ball aus dem Dörnberger Mittelfeld ließ Innenverteidiger Robert Garwardt völlig unnötig passieren, statt mit dem Kopf zu klären. Schlussmann Swen Meier hätte das Spielgerät nie und nimmer erreichen können, und so konnte der heranstürmende Timo Wiegand unbedrängt zum 2:2-Endstand einschieben.
Es war Wiegands zweiter Treffer an diesem Tag. Bereits in der 19. Minute hatte Dörnbergs Torjäger getroffen, wieder war eine katastrophale Abwehrleistung der Auslöser gewesen. Jannik Persch legte den Ball unbedrängt zurück zu Meier, der trat in den Rasen, und Wiegand bedankte sich. „Ich habe hundertmal gesagt, dass wir auf dem holprigen Platz keine Rückpässe spielen sollen", fluchte Rethemeier noch in der Pause. Die Partie war in der Folgezeit nicht gerade von Höhepunkten geprägt, Vellmar war im ersten Abschnitt aber immerhin spielbestimmend. Der Ausgleich durch Thomas Müller in der 31. Minute war der verdiente Lohn.
Auch im zweiten Spielabschnitt kamen zunächst die Gastgeber besser in die Partie: Nach einer Bredow-Ecke bekam der FSV das Leder nach 59 Minuten nicht aus dem Strafraum. Der Schuss von Oliver Scherer weckte längst vergessene Emotionen und ließ von einem längst überfälligen Sieg im Abstiegskampf träumen.
Nach besagter 87. Minute hatten die Vellmarer dann aber sogar noch Glück, dass sie nicht mit vollkommen leeren Händen dastanden: Swen Meier fischte in der Nachspielzeit dem starken Timo Wiegand in größter Not noch das Leder von der Fußspitze, als dieser allein auf ihn zulief.
„Wir haben heute die schlechteste Leistung seit Langem gezeigt", bilanzierte Rethemeier nach dem Abpfiff. Seine Spieler lagen unterdessen vollkommen frustriert auf dem Grün und ärgerten sich über die vergebene Chance auf drei Punkte.
Von Torsten Pfennig

