Lag's an fehlender Praxis?
Fußball-Verbandsliga Nord: Reserve des OSC Vellmar schlägt Willingen mit 4:0 (1:0)Vellmar. Nach einem Willinger Freistoß vor dem Vellmarer Tor schlägt Marco Heussner den Ball nach vorn. Ji Sung Kwon spielt Mario Emde per Kopfballvorlage an der Seite aus und schickt Thomas Müller per Steilpass. Dieser verlädt Steffen Butterweck und legt quer vor dem Tor rechts rüber zu Jannick Schinzel, der den Ball aus zehn Metern in den linken Winkel jagt (61.). Das zweite Tor war der am schönsten herausgespielte Treffer beim 4:0 (1:0)-Heimsieg der Reserve des OSC Vellmar in der Fußball-Verbandsliga gegen den SC Willingen.
„Das war ein ganz wichtiger Sieg", sagte OSC-Trainer Rainer Rethemeier, dessen Team als Siebter nun elf Punkte Vorsprung auf die Gäste hat, die als 15. derzeit auf dem ersten Abstiegsrang stehen. „Wir waren auf keinen Fall vier Tore schlechter", haderte SC-Trainer Uli Schwalenstöcker auch mit den zuvor ausgefallenen Tests. „Man hat bei uns die fehlende Praxis gemerkt."
Nach den halben Möglichkeiten von Kwon (22.), Heussner (27.), Müller (28.) auf OSC-Seite sowie von Matthias Bott (25.) auf SC-Seite hatten die Gäste beim Stand von 0:0 die bis dahin beste Chance: Nach Diagonalverlagerung sah sich Patrick Plonka noch Moritz Marhenke gegenüber, traf aber aus 18 Metern aus halbrechter Position nur den linken Außenpfosten (35.). Sechs Minuten später überlief auf der Gegenseite Schinzel im Strafraum den angeschlagenen und deshalb in der Pause ausgewechselten Manfred Feistner und legte quer auf Kwon, der am ersten Pfosten verpasste. Am zweiten Pfosten stand aber noch Müller - 1:0.
Beim dritten und vierten Tor setzte sich Kwon in Szene. Zunächst erlief er einen Steilpass, hob den Ball mit dem Kopf über SC-Keeper Yannick Wilke und schlug den Ball von der Grundlinie vor das Tor, wo Marco Buhls Versuch, den Ball unbedrängt zu stoppen, im eigenen Tor landete.
Bei Tor vier passte Kwon auf Marcel Mand, der den Ball freistehend vor Wilke sicher im Tor unterbrachte. „Ji Sung erspielt sich immer wieder Chancen", hob Rethemeier seine Sturmspitze heraus - genau wie Torschützen und -Vorbereiter Schinzel und den sicheren Innenverteidiger Andre Thüne.
Von Sebastian A. Reichelt

