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Fairnesspreis an Vellmar

Fußball-Verbandsliga: TSV/FC Korbach bezwingt OSC Vellmar Res. mit 5:3 (3:2)

Korbach. In einer zerfahrenen Partie der Fußball-Verbandsliga sicherte sich Korbach durch ein 5:3 (3:2) gegen die Reserve des OSC Vellmar wohl endgültig den Klassenerhalt. Doch trotz des niedrigen Niveaus hatte das Spiel nicht nur wegen der acht Tore seinen Unterhaltungswert.

Die Korbacher hatten sich viel vorgenommen, wurden aber nach elf Minuten durch das 0:1 von Kwon gedemütigt. Aber eine sehenswerte Einzelleistung von Christoph Osterhold bescherte fast postwendend den Ausgleich (15.). Lee vergab dann die Chance zur erneuten Führung für die Gäste (27.).

Kurios war dann das nächste Tor. Bei einem verletzungsbedingten Schiedsrichterball drosch Kouay von der Mittellinie aus den als Rückgabe gedachten Ball in Richtung des Korbacher Tores, doch Schlussmann Schmelter stand zu weit vor seinem Gehäuse und musste den Ball zum 1:2 passieren lassen (34.). Doch Fairness durfte sich Vellmars Reserve auf die Schulter schreiben. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff schob Schlussmann Meier unbedrängt den Ball zum 2:2 ins eigene Gehäuse.

Danach gingen beide Teams mit wenig Kreativität, aber viel Herzblut wieder zur Sache. Trotz Handverletzung, die ihn später zur Aufgabe zwang, zirkelte Christoph Osterhold einen Freistoß zum 3:2 ins Tor (38.).

Der zweite Abschnitt ging an die Gäste. „Wir waren am Drücker, haben nach vorne aber zu wenig getan", musste Vellmars Trainer Rainer Rethemeier eingestehen. Chancen für seine Schützlinge ergaben sich zwangsläufig. Der erste Versuch von Kouay wurde von Schmelter pariert, der Nachschuss ging über die Querlatte (53.). Hochverdient war dann das 3:3. Ein Freistoss von Heussner krachte an die Unterkante der Querlatte und Musick stocherte den Ball zum 3:3 über die Linie (67.).

Vellmar wollte mehr und lief ins offene Messer. Coach Rethemeier sah es gelassen: „Wir haben mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren gespielt. Und da muss man Fehler zulassen."

Knackpunkt war die 75. Minute. Torwart Meier zog gegen Bastian Schade die Notbremse und sah die rote Karte. Der für ihn eingewechselte Kneuer konnte den von Will getretenen Strafstoß nicht parieren.

Trotz Vellmarer Dominanz lagen die besseren Chanen auf Korbacher Seite. Will vergab zunächst noch, traf dann aber nach Vorarbeit von Leibfacher zum 5:3-Endstand (82.).

Korbachs Trainer Tobias Cramer sah es mit einem weinenden und einem lachenden Auge: „Es war eine zerfahrene Partie, in der ich auf beiden Seiten keine Struktur gesehen habe. Wir sind nur schwer ins Spiel gekommen. Die drei Punkte sind ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt."

Von Jürgen Jungclaus

 

Quelle:

 

 

© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 20.10.2026