Bredow entscheidet Derby
Fußball-Verbandsliga: Vellmarer Regisseur an drei Toren gegen Junglöwen beteiligt
Vellmar. „Überragend! Mich würde seine Laufleistung interessieren. Das das waren bestimmt über zehn Kilometer." Nach dem 3:1 (1:0)-Sieg des OSC Vellmar II im Derby der Fußball-Verbandsliga gegen den KSV Hessen II schwärmte OSC-Trainer Rainer Rethemeier in höchsten Tönen vom Mann des Spiels. Felix Bredow hatte das erste Vellmarer Tor selbst geschossen und war an der Entstehung der Treffer zum 2:1 und 3:1 beteiligt. „Auf so einem guten Platz macht es einfach Spaß zu spielen", sagte der Matchwinner.
Die Junglöwen starteten besser, aber außer einem abgefälschten Schuss von Alexander Schüler, dessen Versuch auf die Latte tropfte (15.), kamen sie wie auch im gesamten Spiel kaum zu zwingenden Chancen. Dann erzielte Bredow das 1:0 für die U 23 des OSC (20.). Nach einem Pass von Maximilian Norwig überwand er Tobias Schlöffel im Tor der U 21 des KSV per Lupfer mit dem rechten Außenrist. Norwig hatte kurz danach freistehend das 2:0 auf dem Fuß (32.).
„Eigentlich läuft es prima für uns, aber dann schlagen wir uns wieder selbst." Junglöwen-Trainer Marco Althans nahm Bezug auf die zweite Hälfte, in der Felix Stengele nach einer Flanke von Marco Dawid schnell das 1:1 köpfte (46.). „Den Ausgleich haben wir gut weggesteckt", befand aber Rethemeier. „Beim 2:1 hatten wir das nötige Glück." Gemeint war ein 30-Meter-Freistoß von Florian Steinhauer, der vor Schlöffel aufsetzte. Der KSV-Keeper war zwar noch dran, konnte aber am Boden liegend dem ins Tor kullernden Ball nur noch hinterhersehen (50.). Zuvor war Bredow gefoult worden.
Genau wie vor dem 3:1 durch Norwig (63./FE). Rashid Haidari hatte grätschend gegen Bredow geklärt, dann aber per Fehlpass den OSC-Zehner wieder in Szene gesetzt. Haidari und Martin Pierog nahmen ihn dann im Strafraum unfair in die Zange.
In der letzten halben Stunden vergaben Norwig und mehrfach Minsung Kim Chancen zum 4:1. Nach dem Abpfiff sangen die OSC-Spieler: „Derbysiege sind schön." Dabei tanzten sie im Kreis um den in der Mitte sitzenden Julian Lindemann. Eigentlich hätte dort Felix Bredow sitzen müssen.
Von Sebastian A. Reichert

