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OSC-Reserve überrascht

Verbandsliga: Vellmars U 23 trifft bei 3:1 gegen Rothwesten auf wenig Widerstand

Vellmar. Wer von den 220 Zuschauern geglaubt hatte, die U 23 des OSC Vellmar stünde nach zahlreichen, kaum ausreichend kompensierten Abgängen, zum Saisonauftakt der Fußball-Verbandsliga gegen den TSV Rothwesten auf verlorenem Posten, sah sich eines Besseren belehrt. Verstärkt durch einige Akteure aus der eigenen Hessenligaelf wies der OSC die hilflosen Gäste in die Schranken und gewann hochverdient 3:1 (1:0).

Schon früh zeichnete sich ab, wie das Derby laufen würde, und bis zum Ende änderte sich daran kaum etwas. Die Vellmarer nahmen das Heft in die Hand, die Gäste leisteten nicht den erforderlichen Widerstand. Bisweilen phlegmatisch gingen sie zu Werke, und dies reichte nicht, um den Gegner zu bremsen. Eigene Angriffe blieben Mangelware, weil Rothwesten meist früh im Aufbau stecken blieb. Allerdings fehlte der erkrankte Cedric Dziabas, und beim Warmlaufen wurde deutlich, dass die im letzten Testspiel erlittene Muskelverletzung bei Andreas Geisler dessen Einsatz unmöglich machte.

So blieb es im wesentlichen bei zwei Lebenszeichen des TSV: Zum einen die lautstarken, wenngleich vergeblichen Weckrufe von Kapitän Ulli Siewert, zum anderen die Druckphase zwischen der 73. und 76. Minute. Gleich mehrmals musste sich dabei OSC-Schlussmann Gerd Geschwind auszeichnen, bevor er gegen den Flachschuss von Christoph Reuter (73.) machtlos war. Da führten die Gastgeber aber schon 3:0 und hatten alles klargemacht.

Die Frage, was mit seiner Elf losgewesen sei, beantwortete Rothwestens Trainer Patrick Klein mit einem mehrdeutigen „nichts". Und wurde konkreter: „Wir haben es nicht geschafft, dem OSC im Zentrum den Schneid abzukaufen."

So hätte der OSC noch höher gewinnen können. Jonas Spengler in seinem letzten Spiel vor dem Abflug zu einem Jahr in den USA und Justin Schumann dominierten im Mittelfeld, Felix Bredow sorgte für Gefahr und setzte seine Nebenleute in Szene. So wie in der 4. Minute, als Lukas Illian aus wenigen Metern über das Tor schoss. Doch der ließ sich nicht entmutigen, traf per Direktschuss nach Faustabwehr von TSV-Torhüter Christoph Herbst (20.) sowie nach Steilpass von Bredow (73.). Dazwischen hatte Bredow mit dem 2:0 (61.) selbst für die Vorentscheidung gesorgt.

OSC-Trainer Rainer Rethemeier empfand Erleichterung nach dem Sieg, ordnete ihn aber richtig ein: „Wir bekommen nicht immer so viele von oben. Und nächste Woche in Fulda sieht die Welt schon wieder ganz anders aus."

Von Wolfgang Bauscher

 

Quelle:

 

© OSC Vellmar e.V.
Datum des Ausdrucks: 20.10.2026