OSC im Derby chancenlos
Verbandsliga: Junglöwen gewinnen mit minimalem Aufwand beim Tabellenletzten 3:0
Kassel. Großen Aufwand musste die U 23 des KSV Hessen beim 3:0 (2:0) Sieg im Derby der Fußball-Verbandsliga bei Schlusslicht OSC Vellmar II nicht betreiben, um die Punkte mitzunehmen.
Nachdem es Lukas Illian mit einem Heber aus 25 Metern erfolglos versuchte, die KSV-Abwehr zu überwinden, legten die Junglöwen los. Vor allem über den hochmotivierten ehemaligen Vellmarer Mike Feigenspan lief ein Angriff auf den anderen auf das Tor von OSC-Keeper Gerd Geschwind.
Schon in der dritten Minute ging ein strammer Schuss des Ex-Vellmarers knapp am Tor vorbei, weitere drei Minuten später verwertete er dann aber eine Flanke von Nael Najjer zur 1:0-Führung, als er unbedrängt aus fünf Metern einköpfen konnte.
Nur eine Minute später zielte Feigenspan knapp am Tor vorbei. In der elften Minute scheiterte Muhammed Gülsen, er übersah dabei drei freistehende Mitspieler. Das hätte das 2:0 sein müssen. Jetzt war ein bisschen die Luft raus, von Vellmar kam nichts und der KSV wirkte nun verspielt.
Dann doch noch das 2:0, Feigenspan spielte einen Pass in die Schnittstelle der Viererkette und Gülsen hatte keine Mühe, Geschwind zu überwinden (37.). Vellmar hatte es Ruslan Shagirov zu verdanken nicht noch deutlicher in Rückstand zu geraten, hätte er nicht gegen Feigenspan auf der Torlinie geklärt (43.).
Nach der Pause verflachte das Spiel zusehends. Vellmar hatte nichts entgegenzusetzen und die Junglöwen verloren sich in Schönspielerei, ohne großen Druck auszuüben. Zu erwähnen sind noch das 3:0 von Oliver Scherer (61.), wiederum nach Vorarbeit von Feigenspan, sowie die Pfostentreffer von Marco Dawid (53.), des eingewechselten Nima Latifiahvas (85.) und wiederum Dawid nur eine Minute später.
OSC-Trainer Rainer Rethemeier war schwer enttäuscht und sieht schweren Zeiten entgegen: „Meine Mannschaft kämpft und gibt alles, doch das reicht nicht, um in dieser Klasse mithalten zu können. Noch dazu laden wir die Gegner mit billigen Ballverlusten zum Toreschießen ein.
„Wir hätten das Tempo hochhalten müssen und nicht so eigensinnig agieren dürfen", war Junglöwen-Trainer Ede Wolf nicht zufrieden, zollte dann aber seinem umsichtig agierenden Abwehrchef Usman Mobarak ein Lob.
Von Horst Schmidt




