Schwaches Spiel in Grebenstein - Rethemeier-Elf kann Auswärtstrend nicht fortsetzen und unterliegt auf katastrophalem Untergrund beim Tuspo Grebenstein mit 1:3
Nichts wurde es mit der Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage und nichts wurde es mit dem dritten Auswärtssieg in Folge. In einem ihrer schwächsten Saisonspiele unterlag die U 23 des OSC Vellmar beim Tuspo Grebenstein mit 1:3 (1:1), der damit die kleine Siegesserie der Rethemeier-Elf erst einmal unterbrach.
Schon nach drei Minuten gingen die Gastgeber in Führung, als die OSC-Abwehr sich zu passiv verhielt und durch den Ex-Vellmarer Leon Ungewickel das 0:1 hinnehmen musste. Nachdem dieser zuvor den Pfosten getroffen hatte setzte er nach und mit einem Flugkopfball traf er ins Vellmarer Gehäuse. In der Begegnung, die über die gesamte Spielzeit unter den katastrophalen Platzverhältnissen litt, war Kombinationsfußball nicht möglich, sodass das Niveau entsprechend war. Die Gastgeber agierten zumeist mit langen Bällen, während der OSC mit seinem Kurzpassspiel zum Erfolg kommen wollte. Daraus resultierten allerdings viele Ballverluste, die immer wieder zu Kontern führte und Ungewickel zu einem steten Unruheherd für die OSC-Abwehr werden ließ.
Trotzdem kam der OSC nach einer halben Stunde zum Ausgleich, als Kapitän Matthias Hartwig mit einem tollen Freistoß Tuspo-Keeper Alexander Seeger überwinden konnte.
Nach dem Wechsel dauerte es bis zur 63. Minute, ehe ein Schuss von Joan Cunillera Llaudis zum ersten kleinen Höhepunkt wurde. Seeger konnte diesen allerdings parieren. Danach hatten die Gastgeber etliche Konterchancen und auch die besseren Tormöglichkeiten - geschuldet überwiegend den zuvor schon erwähnten schnellen Ballverlusten im Aufbauspiel. Nach einem jener Ballverluste tauchte Ungewickel in der 72. Minute völlig freistehend im Vellmarer Strafraum auf und ließ OSC-Torhüter Alexander Bayer mit einem satten Schuss aus vierzehn Metern keine Abwehrchance. Nur wenige Minuten später verpasste Grebensteins Oliver Speer die Vorentscheidung, als dieser, wiederum völlig ungedeckt, nur den Pfosten des OSC-Gehäuses traf. Das machte in der 78. Minute Robin Möller besser, der einen erneuten Konter zum 3:1-Endstand nutzte.
Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Vellmarer mit Jubin Ansari, Roger Garcia Hortigosa und Niclas Thöne auf drei Spieler verzichten mussten, die sicherlich für wesentlich mehr Torgefahr gesorgt hätten.
Von K.-D. Reinbold

