Mitgliederversammlung am 19.06.2015, OSC Vellmar mit positiver Bilanz trotz Querelen
Wie üblich gab es zunächst Ehrungen für sportliche Erfolge aus vier Abteilungen.
Für herausragende Erfolge in der Budo-Abteilung wurden Helmut Braun, Heinrich Barth, Dieter Untiedt sowie Erich Figge ausgezeichnet. Die Athleten errangen im Gewichtheben bei Hessischen-, Deutschen-, Europa- und Weltmeisterschaften gute Platzierungen oder gar Meistertitel und vertraten so würdig die Farben des OSC Vellmar weit über die Region hinaus.
Für gute bis sehr gute Erfolge im Bereich Jugend wurden Dominik Lohn, Jule Drebes, Moritz Potzurek, Felix Rapprich und Jannik Ebert von der Taekwondo-Abteilung mit Leistungsurkunden geehrt.
Von der Turnabteilung wurden Paul Reiß, Jontay Oberkersch, Rainer Schindehütte, Petra Schindehütte, Rebecca Pavlicek, Jana Jonsson, Varinia Kordubel, Melina Knispel, Carolin Wallrabe, Ylva Hamelmann, Miriam Heinrich, Sabine Szeltner, Annetin Münder, Julia Szeltner und Paula Hildebrandt für ihre verschiedensten Wettkampferfolge ausgezeichnet.
Einen ganz besonderen sportlichen Erfolg hatten die Obervellmarer Cheerleader bei den Hessischen Cheerleader Meisterschaften in Gießen. Dort holten Mia Bischoff, Louisa Lotz, Tristan Brechtken, Mara Brechtken, Mathilde Hofmann und Rosa Heinmöller den Hessenmeistertitel nach Vellmar.
Bei den Berichten aus allen neun Abteilungen gab es durchweg positives zu berichten. Auch der Bericht des Kassenwartes Peter Holderith betätige, dass der größte Vellmarer Sportverein auf eine solide Finanzpolitik setzt und auf soliden finanziellen Füßen steht.
Im anschließenden Rechenschaftsbericht ging Vereinsvorsitzender Roland Tölle auf die besondere Bedeutung guter Nachwuchsarbeit beim OSC Vellmar ein. Im Hinblick auf das Vereinsjubiläum 2017 gab Tölle bekannt, dass seit Anfang 2015 Rücklagen gebildet würden, um im Jubiläumsjahr zielgerichtete Abteilungsaktivitäten finanzieren zu können.
Als weniger erfreulich bezeichnete Tölle die Entwicklung in der Fußballabteilung. „Was in den letzten Monaten in der Repräsentationsabteilung im administrativen Bereich geschieht, ist für Außenstehende nicht nachvollziehbar und für Insider eine völlig unverständliche negative Entwicklung", kritisierte der Vorsitzende.
In den letzten Jahren, ja schon Jahrzehnten, zeichne sich die Marke „OSC Vellmar Fußball" durch Kontinuität, solides und berechenbares, vor allem an den Interessen der Sache ausgerichtetes Handeln aus. Das habe uns in dem sicherlich schwierigen Geschäft des höherklassi-gen Fußballs die allgemeine Anerkennung und Wertschätzung von Verbandsfunktionären, anderen Vereinsvertretern, besonders aber der Presse eingebracht, sagte Tölle. Die sportlichen Erfolge im Senioren- und Jugendbereich fanden weit über unsere Region hinaus, ja sogar bundesweit Beachtung. „Völlig überraschend harmonieren die Väter dieser großartigen Erfolge seit etwa sechs Monaten nicht mehr, sondern sind teilweise - man kann schon sagen - persönlich verfeindet. Dies hat zu den bekannten Rücktritten geführt, die auch noch zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt stattfanden, als die Verhandlungen und die Weichenstellung für die neue Saison begannen.
Hier gilt es ganz herzlich Thomas Kneuer zu danken, der einen kühlen Kopf behielt und mit großem persönlichem und zeitlichem Einsatz, bis an die Schmerzgrenze gehend, eine neue Hessenliga-mannschaft zusammengestellt hat", sagte Tölle
Obwohl die Abteilung auf dem bestem, nein, schlechtestem Wege sei, Lebenswerke innerhalb weniger Wochen zu zerstören, müsse wieder Vernunft und Gelassenheit die Oberhand gewinnen. „Reißen wir uns zusammen und arbeiten wir wieder gemeinsam miteinander und nicht gegeneinander", appellierte der Vorsitzende an die Verantwortlichen.
In einem anderen Brennpunkt des Traditionsvereins konnte Tölle positive Nachrichten vermelden. Durch die Schließung des Obervellmarer Bürgerhauses waren die Gewichtheber schlagartig ohne adäquate Trainingsstätte. „Jetzt werden die Athleten ein hervorragendes Domizil in der Brüder Grimm Halle erhalten", versprach Tölle. Das sei insbesondere dem Vorsitzenden des Kleintierzuchtvereins Lothar Faulstich zu verdanken, der mit der Raumfreigabe diese Lösung möglich gemacht habe.
Ein herzlicher Dank ging auch an die Adresse des neuen Vellmarer Bürgermeisters Manfred Ludewig, der sich sofort nach seinem Amtsantritt mit diesem für den OSC Vellmar seit langem unlösbar erscheinenden Problem auseinandergesetzte. Ihm sei es gelungen nach langem Stillstand und Untätigkeit Bewegung in die Angelegenheit zu bringen, so der Vereinsvorsitzende. In diesem Zusammenhang dankte Stadt Vellmar ebenso wie den Mandatsträgern und den Fachbereichen. Es gebe viele Berührungspunkte, gemeinsame Projekte, Dienstleistungen und eine wohltuend kollegiale Zusammenarbeit. „Die Stadt Vellmar ist einer der größten Förderer ehrenamtlicher Vereinsarbeit".
Werner Brandau
Veröffentlicht: 24.06.2015

